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Plastische Chirurgie, Ästhetische Chirurgie, Handchirurgie
Wadenvergrößerung in Düsseldorf
Autor Dr. Rene Schumann
Übersicht Waden-Op
Eine Wadenvergrößerung, medizinisch Wadenaugmentation genannt, wird meist von solchen Patienten in Erwägung gezogen, deren Waden im Rahmen einer Erkrankung übermäßig verschmächtigt sind (im Extremfall sog. Storchenbeine). Entsprechende Befunde können auch einseitig auftreten. Die Wadenvergrößerung aus ästhetischen Gründen, wenngleich in den USA populär, gehört in Deutschland eher zu den seltenen Op's in der Plastischen Chirurgie.
Angeborene Ursachen von schmächtigen Waden (Wadenhypotrophie) sind:
Erworbene Wadenverschmächtigung:
Zu klein angelegte Waden können recht gut durch Muskelaufbautraining korrigiert werden. Alles was bei der Spitzstellung des Fußes Kraft kostet trainiert die Waden - z.B. Zehenspitzenstand mit Gewichten, Treppensteigen, Bergwandern, Sprinten. Im Bodybuilding können durch besonders intensives Training in Kombination mit proteinreicher Ernährung extreme Wadenzuwächse erreicht werden.
Bild: Die Grafik zeigt die Schnitte bei der Wadenvergrößerung des inneren Anteils der Wade.

Die Wadenvergrößerung mittels Wadenimplantat wird meist in Vollnarkose durchgeführt. Auch eine Rückenmarksbetäubung ist möglich. Ein kurzer stationärer Aufenthalt ist zu empfehlen.
Die genaue Schnittführung ist davon abhängig, ob nur der innere oder auch der äußere Anteil der Wade korrigiert werden soll. Bei der Wadenvergrößerung des inneren Anteils (häufigster Eingriff) wird ein ca. 4cm langer Schnitt (siehe Abbildung) an der Innenseite der Kniekehle gesetzt. Beim vergrößern des äußeren Anteils geschieht dieses außen. Werden beide Anteile vergrößert werden (Einlage zweier Implantate) genügt ein ca. 5cm langer Schnitt horizontal mittig.
Von hier aus wird das Implantatlager unter der Faszie (eine feste Faserschicht) auf dem zweiköpfigen Wadenmuskel (M. gastrocnemius) präpariert und das passende Wadenimplantat platziert. Da es hier meist kaum blutet, kann ggf. auf die Einlage von Drainagen verzichtet werden. Bei Bodybuildern kann das Wadenimplantat unter den Kopf des M. gastrocnemius gelegt werden, damit dieser deutlich sichtbar bleibt.
Zu guter Letzt wird die Wunde in mehreren Schichten vernäht. Ein leicht komprimierender Wickelverband oder ein Stützstrumpf vermindern das Risiko einer Blutung und einer Thrombose nach der Wadenvergrößerung.
Auch die bei der Wadenvergrößerung verwendeten Wadenimplantate haben ähnliche Fortschritte gemacht, wie die Brustimplantate. Standard sind auch hier auslaufsichere Silikongelimplantate mit stabiler mehrschichtiger Umhüllung. Hier haben sich allerdings glattwandige Wadenimplantate durchgesetzt, die in einer schmaleren spindelförmigen 'Damenform' und einer einseitig breiteren 'Herrenform' zur Verfügung gestellt werden. Verschiedene Größen erlauben eine gute Anpassung bei der Wadenvergrößerung.
Für besondere Indikationen können Wadenimplantate nach Maß angefertigt werden.
Bild: Ein Wadenimplantat mit Silikongel-Füllung.

Nach der Wadenvergrößerung sollte für 4-6 Wochen ein Kompressionsstrumpf getragen werden. Auf Sport ist für ca. 6 Wochen zu verzichten. Die Fäden können 2 Wochen nach der Wadenvergrößerung entfernt werden.
Die Wadenvergrößerung ohne Op ist nun seit 2007 mit der stark quervernetzen Hyaluronsäure möglich - allerdings unter Inkaufnahme eines kürzeren Effektes der ca. 1,5 Jahre anhält. Für weitere Infos lesen Sie den Beitrag Macrolane.
Aktualisiert am 18.05.2010
Literatur zum Thema Wadenvergrößerung / Wadenaugmentation:
Copyright© 2008-2010 Dr. Rene Schumann, Düsseldorf - NRW - Deutschland
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