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Plastische Chirurgie, Ästhetische Chirurgie, Handchirurgie
chirurgische Tattooentfernung in Düsseldorf
Autor Dr. Rene Schumann
Kapitelüberblick Tattooentfernung (bitte klicken Sie, um auf ein Kapitel zu springen)
Verschiedene Gründe gibt es nicht nur für den Wunsch eines Tattoos, sondern auch für den Drang ein Tattoo entfernen zu lassen. Häufig werden gut sichtbare Namen einst geliebter Personen und Partner nach der Trennung als lästig empfunden. Manchmal ist aber das Tattoo bzw. der Tätowierer nicht dem künstlerischen Anspruch gerecht geworden, oder man kann sich mit dem Tattoo-Motiv nicht mehr identifizieren. Oft sind es aber gesellschaftliche Veränderungen, die mit dem Wunsch der Tattooentfernung einhergehen. Hier erfahren Sie, welche Möglichkeiten es für die Entfernung einer Tätowierung gibt und was die vor und Nachteile sind.
Die Tattooentfernung mittels Laser ist prinzipiell das schonendste Verfahren. Das Ziel ist es, das Tattoo so zu entfernen, dass im Idealfall am Ende keine Spur mehr vorhanden ist. In Abhängigkeit von der Farbe und von der Einstichtiefe ist dies in bestimmten Fällen möglich. Insofern sollte man, bevor man sich ggf. für eine Operation entscheidet, von einem Laserfachmann beraten und behandeln lassen. In der Regel muss man mit mehreren Laser-Sitzungen (3-15) rechnen, bis man einen Erfolg verbuchen kann. Dennoch können letztendlich Pigmentwolken oder Narben übrigbleiben. Die Narben imponieren manchmal als Aufhellung, welche die Siluette der ehemaligen Tätowierung darstellt.
Vereinfacht dargestellt erkennt der Laser die Farbpigmente des Tattoos und beschießt diese mit hoher Energie unter Schonung der körpereigenen Zellen. Auf diese Weise werden die Tattoo-Pigmente zersprengt. Die so verkleinerten Pigmente können von den Körperzellen abgebaut werden.
Weitere Informationen mit vorher-nachher Bildern zur Laser-Tattooentfernung finden Sie auf der Internetseite von Herrn Holger May aus Essen.
Die chirurgische Tattooentfernung mittels Skalpell oder Dermabrasio ist eine weitere Option. Diese Techniken machen dann sind, wenn nach der Laserbehandlung nicht das gewünschte Ergebnis eingetreten ist, Restpigmente verblieben sind oder eine schnelle Entfernung der Tätowierung gewünscht ist. Die chirurgischen Techniken sind radikal und mit einer Narbenbildung verbunden.
Wann bietet sich die Tattooentfernung mittels Hautabschleifung an? Immer dann, wenn wegen der Größe des Tattoos das Herausschneiden ausscheidet. Bei der Dermabrasio wird die Haut so weit abgeschliffen, bis die Pigmente freiliegen. es bildet sich eine Tiefe Schürfwunde, welche nässt und mehrere Wochen bis zur Abheilung braucht. Am Ende entsteht eine Narben, die der einer mittelgradigen Verbrennung ähnelt. Bei der Dermabrasio sind meist 2-3 Sitzungen einzukalkulieren. Die entstehenden Narben können Monatelang gerötet bleiben bis sie langsam abblassen.
Die Tattooentfernung mit dem Messer ist insbesondere bei länglichen Tattoos sinnvoll. Diese können dann spindelförmig ausgeschnitten werden. Die Haut in der Nachbarschaft wird vom Untergrund gelöst (Dehnungsplastik), so dass der Defekt verschlossen werden kann. Dabei ist besonders auf einen stabilen mehrschichtigen Wundverschluss zu achten.
Bild-Erklärung: Blau ist das Areal, welches weggeschnitten wird. Grau ist der Bereich in dem die benachbarte Haut abgelöst werden muss. Anschließend werden die Wundränder in der Mitte vernäht (Pfeile) und es bleibt eine horizontale Narbe übrig.

Bei größeren länglichen Tattoos kann zunächst eine Teilentfernung erfolgen um später, wenn sich die Haut gedehnt hat einen weiteren Teil zu entfernen. Diese Technik wird serielle Tattooentfernung genannt.
Im Idealfall entsteht eine linienförmige zarte Narbe. Diese ist wegen der erhöhten Hautspannung bei der Naht meist nicht mit dem ersten Eingriff zu erreichen. Sobald die Narbe komplett ausgereift ist (meist 9-12 Monate), kann eine Narbenkorrektur zur Verschmälerung einer zu breit geratenen Narbe erfolgen.
In manchen Situationen kann auch die Hauttransplantation zur Defektdeckung im Rahmen der Tattooentfernung mit dem Skalpell die Methode der Wahl sein. Dieses gilt dann, wenn durch eine Verschiebung der Haut kein befriedigendes Ergebnis erwartet werden kann oder diese nicht möglich ist. Man sollte sich aus ästhetischen Gründen einem sog. Vollhauttransplantat (besteht aus der vollen Hautschicht) bedienen. Dieses muss von einer Spenderstelle entnommen werden. Bereiche alter Narben bieten sich hier an, da man somit keine neue Narbe produzieren muss. Die Hautqualität sollte eine ähnliche Beschaffenheit haben, sonst kann nach der Tattooentfernung eine deutliche Pigmentverschiebung oder eine Höhenminderung im transplantierten Areal verbleiben.
Das Hauttransplantat wird nach dem Entfernen des Tattoos mit Nähten am Wundgrund fixiert. Anschließen wird das Hauttransplantat mit einem vernähten Überknüpfverband unter Druck auf der sauberen Wundfläche fixiert, damit es nicht zu Scherkräften kommt. Letztere bedeuten nämlich den Tod für ein Hauttransplantat. Um Scherkräfte zu minimieren kann es unter Umständen auch sinnvoll sein, operierte Bereiche mittels Gipsschiene ruhigzustellen.
Prinzipiell kann der Überknüpfverband bis ca. 6 Tage nach der Tattooentfernung verbleiben. Danach wird das erste Mal der Verbandswechsel durchgeführt und es ist eine Aussage darüber möglich, ob das Transplantat komplett angegangen ist. Die Fäden werden abhängig von der Lokalisation nach ca. 14 Tagen gezogen. Die Transplantatpflege mit fettenden Salben (z.B. Bepanthen) ist in der Nachbehandlung wichtig.
Die Nachbehandlung bei der Tattooentfernung ist stark von der Technik der Entfernung und vom Ausmaß und der Lokalisation des Tattoos abhängig. Beim Herausschneiden eines kleinen Tattos können die Fäden nach 10-14 Tagen entfernt werden und die Wunden sind schnell geheilt. Am aufwendigsten ist sicherlich die Hautabschleifung. Hier können noch nach mehreren Wochen Verbandswechsel nötig sein.
Die Kosten bzw. Preise der chirurgischen Tattooentfernung sind in Deutschland höchst variabel und stark von der Größe und Lokalisation des Tattoos und der Art der Betäubung abhängig. Bei einem Plastischen Chirurgen müssen Sie im Schnitt mit Kosten von 1500-3000€ für die Entfernung eines handtellergroßen Tattoos kalkulieren.
Bei der Laser-Tattooentferung werden meist Kosten von 200-400€ pro Sitzung veranschlagt.
Bei allen Methoden der Tattooentfernung dürfen keine Wunder erwartet werden. Ein Versuch mit einer Laserbehandlung ist fasst immer empfehlenswert, bevor man sich für eine chirurgische Maßnahme entscheidet. Dennoch können auch bei der Laser-Tattooentfernung deutliche Pigmentstörungen in Form des Tattoos verbleiben und Narben entstehen. Selbst nach vielen Laser-Sitzungen kann das Tattoo noch deutlich zu sehen sein, in Abhängigkeit von den tätowierten Pigmenten, dem Laser-Gerät, ... und und und.
Die chirurgische Tattooentfernung ist im wahrsten Sinne des Wortes eine einschneidende Methode, die das Tattoo im operierten Bereich zwar komplett entfernt - allerdings nicht ohne Narben. Insgesamt muss der Betroffene abwägen für welche Methode er sich entscheidet und der Operateur Hilfestellung geben.
Während die Laser-Tattooentfernung in fast allen Bereichen erfolgen kann, gibt es für die chirurgische Technik oft Einschränkungen:
Aktualisiert am 21.03.2010
Quellen zum Thema Tattooentfernung:
Copyright© 2008-2010 Dr. Rene Schumann, Düsseldorf - NRW - Deutschland
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