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Plastische Chirurgie, Ästhetische Chirurgie, Handchirurgie
Autor Dr. Rene Schumann
Kapitelüberblick Stirnlifting (bitte klicken Sie, um auf ein Kapitel zu springen)
Das Stirnlifting bzw. Stirnlift ist die ideale Therapieoption zur Korrektur einer starken Faltenbildung auf der Stirn und zur Anhebung tief liegender Augenbrauen. Dieses gilt insbesondere dann, wenn mit einer Faltenunterspritzung (Botox, Filler) kaum noch ein Effekt zu erreichen ist.
Verwandte Begriffe: Stirnlift, Stirnstraffung, Stirnglättung, Stirn Operation, Stirn straffen, Stirn Op.
Ein Stirnlifting kann, wie das Facelifting in örtlicher Betäubung mit Dämmerschlaf, oder in Allgemeinnarkose durchgeführt werden. Ein ambulantes Vorgehen ist möglich. Vor dem Stirnlifting sollten die Haare und Ohren gründlich gewaschen werden.
Hier wird auf das konventionelle Stirnlifting eingegangen. Das endoskopische Stirnlifting hat den Vorteil kaum sichtbarer kleinerer Schnitte im behaarten Bereich und eine schnellere Wundheilung. Jedoch ist der Straffungseffekt auf die Haut geringer.
Beim Stirnlifting wird der Schnitt wenige cm oberhalb der Haargrenze gesetzt, wenn es sich um eine Stirn mit einem niedrigen Haaransatz handelt. Dann wird eine feste Faserschicht, Galea genannt von der Knochenhaut abgelöst und Richtung Nasenwurzel präpariert. Hier können auch zwei Muskeln entfernt werden, die Ursache sind für die horizontale und quere Zornesfalte. Beim Stirnlift kommt es nun darauf an nicht zu stark die Haut zu straffen, sondern eher die tiefer liegende feste Faserschicht (Galea). So kann die Haut am Ende ohne Spannung vernäht werden nachdem, der überschüssige Hautanteil im behaarten Bereich entfernt wurde. Weiterhin wird der Stirnmuskel ausgedünnt um Ihn zu schwächen. Bei der Präparation müssen zwei Nerven geschont werden, welche die Stirn mit dem Hautgefühl versorgen.
Das Stirnlifting sollte bei einem hohen Haaransatz an der Haargrenze erfolgen. Auf diese Weise wirkt die Stirn nach der Straffung nicht noch größer. Die feine Narbe ist am Haaransatz kaum sichtbar insbesondere, wenn die Schnittführung W-förmig ist. Im Übrigen wird das Stirnlifting auch bei dieser Schnitttechnik, wie im letzten Kapitel beschrieben durchgeführt.
Das Stirnlifting wird beim Mann kaum durchgeführt. Der Grund liegt auf der Hand. Die zu erwartende Glatzenbildung ist kaum abschätzbar und somit auch nicht die spätere Lage der Narbe. Bei Männern, die eine Haartransplantation in Zukunft nicht scheuen ist das kein Argument gegen ein Stirnlift.
Soll ein Stirnlifting nach einer Oberlidstraffung durchgeführt werden, dann muss darauf geachtet werden, dass nicht zu stark an den Augenbrauen gezogen wird. Werden die Lider übermäßig angehoben, könnte eine Lidschlussstörung auftreten.
In den ersten Tagen nach einem Stirnlift führt häufiges kühlen zu weniger Schwellung und beschleunigt die Wundheilung. Eine erhöhte Lage des Kopfes beim Schlafen ist nach dem Stirnlifting aus demselben Grund zu empfehlen. Starke Mimik im Bereich der Stirn und andere mechanische Belastungen sollten besonders in der ersten Woche vermieden werden. Eine Woche nach der Op werden die feinen Fäden entfernt. Es kann eine Taubheit oberhalb der Schnittlinie auftreten. Meist ist sie aber vorrübergehender Natur. Es kann auch ein Haarausfall unterhalb der Schnittlinie auftreten, der meist ebenfalls vorrübergehend ist.
Aktualisiert am 27.02.2009
Quellen zum Thema Stirnlifting bzw. Stirnlift:
Copyright© 2008-2010 Dr. Rene Schumann, Düsseldorf - NRW - Deutschland
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