
Die Schamlippenkorrektur, wird fachmedizinisch Labioplastik genannt und liegt im "Trend". Immer mehr Frauen lassen sich die als unästhetisch empfundenen Schamlippen (= Labien) korrigieren. Es können aber auch Beschwerden der Grund für den Wunsch einer Schamlippenkorrektur sein.
Die Schamlippenverkleinerung ist die häufigste Form der Schamlippenkorrektur und bezieht sich in den meisten Fällen auf die Verkleinerung der inneren Labien. Jedoch können auch die Äußeren, bei entsprechendem Befund, einer Korrektur unterzogen werden.

Bild: Sie sehen das Schema der Schamlippenreduktion der inneren Labien.
In Abhängigkeit vom Befund, den Beschwerden und dem individuellen Wunsch der Patienten können folgende Formen der Schamlippenkorrektur durchgeführt werden.
Der häufigste Grund für die Schamlippenkorrektur liegt in der als mangelhaft empfundenen Ästhetik.
Bei zu großen inneren und / oder äußeren Labien werden aber häufig Beschwerden angegeben. Dazu gehören Schmerzen und Ziehen beim Tragen enger Unterwäsche oder enger Hosen. Ähnliche Beschwerden werden meist auch beim Fahrradfahren, Motorradfahren und Reiten beschreiben. Der Leidensdruck ist aber besonders hoch wenn die Schmerzen auch beim Geschlechtsverkehr auftreten.
Wird eine Schamlippenkorrektur wegen genetisch zu klein angelegten Labien oder im Rahmen der Gewebeschrumpfung im Alter gewünscht, so kann man eine Unterspritzung mit körpereigenem Fettgewebe durchführen lassen.
Die Schamlippenvergrößerung kann in örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Bei der empfindlichen Lokalisation ist allerdings die Kombination mit einem Dämmerschlaf zu empfehlen. Manchmal kann auch eine Vollnarkose Sinn machen. Eine ambulante Behandlung ist möglich bei entsprechender Erreichbarkeit des Operateurs.
Im Prinzip wird diese Art der Schamlippenkorrektur im Sinne einer Fettgewebstransplantation bzw. Eigenfett-Unterspritzung durchgeführt.
Die Spenderstelle wird wie bei der Fettabsaugung beschrieben vorbehandelt. Das Fett wird von den flüssigen Anteilen getrennt. Dieses kann durch Sedimentation (Ablagerung) oder Zentrifugation geschehen. Das gewonnene Fettgewebe wird anschließend zur Schamlippenvergrößerung in die zu korrigierenden äußeren Labien injiziert. Man geht davon aus, dass im Durchschnitt 40-70% der transplantierten Fettzellen einheilen und das Volumen erhalten. Deshalb muss bei der Prozedur eine Überkorrektur erfolgen.
Nach einer Schamlippenkorrektur ist es besonders wichtig sich in den ersten 3 Tagen ruhig zu verhalten. Bereits zu viel Gehen kann durch Reibung im Schambereich zu einer Blutung, vermehrter Schwellung oder schlimmer, zu einem Wegschwimmen der transplantierten Fettzellen führen. Der Verband besteht aus einer antiseptischen Salbe, Kompressen und einer Damenbinde, die bei Bedarf gewechselt und beim Toilettengang passager entfernt werden kann. Die Schwellung nach der vergrößernden Schamlippenkorrektur kann nicht unerheblich sein. Daher sollten Kamillesitzbäder mindestens einmal am Tag erfolgen.
Aktualisiert am 29.11.2012
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Dr. Rene Schumann; Plastischer Chirurg im Raum Düsseldorf, Köln, Essen in NRW
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