
Ein gut geformter straffer Po ist ebenso Sinnbild der Schönheit und Jugend, wie die wohlgeformte Brust der Frau oder ein kräftiger Bizeps beim Mann. Durch intensives Training lässt sich die Po-Straffung bzw. das Po-Lifting meist ohne Operation erreichen. Es gibt jedoch Fälle in denen dieses nicht möglich ist.
Die operative Gesäßstraffung wird auch Po-Straffung, Po-Lifting oder medizinisch Gesäßpexie genannt. Für diese Operation interessieren sich meist Patienten, die eine starke Gewichtsreduktion hinter sich gebracht haben. Das verbesserte physische Wohlbefinden wird dann oft von überschüssiger schlaffer Haut überschattet. Eine altersbedingte Hauterschlaffung ist ein seltenerer Grund für diese Operation.
Bei einer zusätzlichen Erschlaffung der Bauchhaut und Bauchwand kann die Po-Straffung mit der Bauchdeckenstraffung durch eine zirkuläre Schnittführung (um den Rumpf herum) kombiniert werden. Dieses wird auch zirkuläre Bauchstraffung genannt.
Ein flaches Gesäß ist Ursache eines zu schmächtig ausgebildeten Gesäßmuskels, welcher sich anlagebedingt nicht immer in gewünschter Form trainieren lässt. In solchen Fällen können im Rahmen eines plastisch-chirurgischen Eingriffes Po-Implantate zur Po-Vergrößerung eingelegt werden. Dieses führt auch bei einer leichten Erschlaffung des Gesäßes zur Straffung, so dass diese Technik auch bei dem Wunsch einer leichten Po-Straffung mit Volumenaufbau angewendet werden kann (siehe unten). Diese Technik ist in Brasilien äußerst populär - ähnlich dem Stellenwert der Brustvergrößerung in Deutschland und Europa. Daher wird diese Form der Po-Straffung auch als 'brasilianisches Po Lifting' bezeichnet.
Vor der Durchführung einer Po-Straffung ist, wie vor allen mittleren und größeren Operationen, eine Routineuntersuchung zur Abklärung eventueller Nebenerkrankungen, notwendig. Blutverdünnende Medikamente dürfen ab 14 Tage vor dem Po-Lifting nicht eingenommen werden. Eine Vollnarkose ist zu bevorzugen. Die Operation, die je nach Technik 1-2 Stunden dauert, sollte mit einem kurzen stationären Aufenthalt (1-2 Tage) verbunden werden. Nach der Gesäßstraffung ist ähnlich, wie nach der Oberschenkelstraffung, eine gute Immobilisation von großer Wichtigkeit. Insbesondere das Beugen im Hüftgelenk erhöht die Spannung auf die Naht bzw. Narben und kann somit zu einem suboptimalen Narbenbild führen.
Die Gesäßstraffung macht auch das Straffen bei einer deutlichen Gesäßerschlaffung möglich. Grundlegend können zwei Verfahren unterschieden werden. Die Technik mit einem Schnitt oberhalb des Gesäßes und zum Anderen die Schnittführung unterhalb des Gesäßes.
Bei dieser Gesäßstraffung handelt es sich um die Standardtechnik. Es wird Fettgewebe und Haut knapp oberhalb des Gesäßes am Übergang zum Lendenbereich entfernt. Diese Technik bietet sich an wenn der Hautüberschuss nach starken Gewichtverlusten zum großen Teil hier lokalisiert ist. Die entstehende Narbe liegt etwas unterhalb der Gürtellinie und ist selbst in einem Bikini gut zu verstecken.
Die überschüssige Haut und das Fettgewebes werden über den beschriebenen Schnitt entfernt. Hier wird soweit geschnitten bis die Muskulatur sichtbar ist. Schließlich wird die Wunde schichtweise vernäht, wobei die Schichten durch die Naht stabil fixiert werden müssen.
Entfernt man bei der Po-Straffung nur die oberflächliche Hautschicht, so kann man die Lederhaut (Dermis) nutzen um einen gewissen Volumeneffekt zu erzielen. Die Hautschichten werden dabei in einer speziellen Form übereinander genäht. Insbesondere bei Menschen mit exzessivem Hautüberschuss kann diese Form der Postraffung zu zusätzlichem Volumen verhelfen.
Bilder: Die aufgehellten Bereiche entsprechen der Haut die entfernt wird. 1,2, Hier sehen Sie die Standard-Gesäßstraffung und die resultierende Narbe. 3,4, Bei der Mini-Postraffung ist die Narbenausdehnung geringer.


Unter der sog. 'brasilianischen' Po-Straffung versteht man, wie oben bereits angedeutet, den Straffungseffekt, der durch eine Volumenzunahme des Gesäßes erreicht wird. Diese in Brasilien äußerst populäre und narbenarme Po-Operation wird in Deutschland bei geringer Nachfrage nur selten durchgeführt und nur von wenigen Plastischen Chirurgen praktiziert. Bei dieser Form der Gesäßstraffung werden Silikongelimplantate unter den großen Gesäßmuskel implantiert und somit der leere Hautmantel aufgefüllt. Der Straffungseffekt ist im Gegensatz zu den o.g. Methoden der Gesäßstraffung zwar geringer, das Narbenbild jedoch im Vergleich zu anderen Operationen in der Plastischen Chirurgie sehr unauffällig. Die Narbe sitzt im oberen Anteil der vertikalen Gesäßfalte und ist daher kaum zu sehen. Dieses gilt auch für recht knappe Bademode oder Unterwäsche. Weitere Informationen zu diesem Thema können Sie im Beitrag Povergrößerung mit Poimplantat nachlesen.
Die Nachbehandlung der operativen Po-Straffung hängt u.a. vom Ausmaß der Operation, also der Länge der Schnitte und der Größe der Wundflächen ab.
Aktualisiert am 20.11.2012
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Dr. Rene Schumann; Plastischer Chirurg im Raum Düsseldorf, Köln, Essen in NRW
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