
Bilder: Hier werden keine vorher- nachher Bilder der Ohrläppchenkorrektur gezeigt, sondern Grafiken zur Darstellung der Schnittführung (links) und der Narbenverläufe (rechts) bei verschiedenen Methoden der Ohrläppchenverkleinerung.
Korrekturen der Ohrläppchen sind insgesamt seltene Operationen in der Plastischen Chirurgie. Häufiger ist allerdings die Nachfrage, wenn es sich um ausgerissene Ohrlöcher handelt, die durch Hängenbleiben des Ohrschmuckes oder durch das Gewicht zu schwerer Ohrringe entstehen können. Auch die Verkleinerung oder Vergrößerung der Ohrläppchen ist möglich, wie im Folgenden kurz dargestellt wird.
Die Ohrläppchenkorrektur kann problemlos in örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Nur bei sehr ängstlichen Patienten ist manchmal ein zusätzlicher Dämmerschlaf erforderlich.
Diese Art der Ohrläppchenkorrektur wird bei zu groß angelegten Ohrläppchen angewendet oft im Rahmen einer Ohrenverkleinerung. Der überschüssige Ohrläppchenanteil wird keilförmig oder zickzackförmig entfernt und anschließend vernäht. Auch im Rahmen einer Ohranlegung wird hin und wieder eine Ohrläppchenverkleinerung gewünscht.
Es gibt im Grunde genommen zwei Formen dieser Ohrläppchenkorrektur. Eine Technik mit Messer und eine weniger invasive Methode mittels Spritze.
Die chirurgische Methode der Ohrläppchenvergrößerung besteht in einer Hautverschiebeplastik. Es wird unter und hinter dem Ohrläppchen ein zu hebender Haut- Fettlappen vorgeplant. Nach der Lappenhebung wird dieser so geformt und eingenäht das die gewünschte Ohrläppchenform entsteht.
Heutzutage hat man mit den Füllmaterialien (z.B. Hyaluronsäure) eine bessere Alternative. Die Hyaluronsäure wird zur Formung und Vergrößerung einfach in das Ohrläppchen gespritzt. Das Ergebnis hält ca. ein Jahr lang.
Die häufigste Ohrläppchenkorrektur ist die Operation bei einem Durchriss oder bei durchhängenden Ohrlöchern. Langes Tragen von schwerem Ohrschmuck oder zu weit unten gestochene Ohrlöcher sind die Ursache dafür.
Wenn das Ohrloch nur durchgehangen ist, kann man es ausschneiden und vernähen bevor es reißt. Auf diese Weise hält man den Aufwand der Ohrläppchenkorrektur recht gering.
Ausgerissene Ohrlöcher müssen oft mit einer Lappenplastik oder Z-Plastik versorgt werden um ein besseres Narbenbild zu gewährleisten.
Bei der Operation am Ohrläppchen muss auf eine perfekte Naht geachtet werden, da die Narben, wenn sie am weichen Ohrläppchen zusammenschrumpfen, zu Einziehungen führen können.
Im Zusammenhang mit einer Ohrenkorrektur bei abstehenden Ohren wird manchmal auch die Ohrläppchenanlegung gewünscht. Durch die Entfernung eines spindelförmigen Hautareals auf der Rückseite kann die Stellung des Ohrläppchens verbessert werden.
Nach der Ohrläppchenkorrektur genügt meist ein fester Pflasterverband der optisch recht unauffällig (hautfarbenes Pflaster) gestaltet werden kann. Die Fäden sollten etwas später als im Gesicht (7 Tage) gezogen werden - nach ca. 2 Wochen - damit eine gewisse Stabilität der Narbe vorhanden ist. Ein neues Ohrloch für zunächst leichten Schmuck sollte nicht vor Ablauf von 6 Wochen gestochen werden.
Aktualisiert am 15.02.2011
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Dr. Rene Schumann; Plastischer Chirurg im Raum Düsseldorf, Köln, Essen in NRW
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