
Die Oberschenkelstraffung ist ein Eingriff, den meist Patienten in Anspruch nehmen, die eine deutliche Gewichtsreduktion erreicht haben. Das verbesserte physische Wohlbefinden wird dann oft von überschüssiger schlaffer Haut (schlaffe Haut) und Restfettdepots, insbesondere an den Oberschenkel-Innenseiten, in den Schatten gestellt. Aber auch Menschen mit vorgealterter Haut, die mit der Situation am Oberschenkel unzufrieden sind, sehen oft nur eine Verbesserungsmöglichkeit durch eine Oberschenkelstraffung.
Verwandte Begriffe: Oberschenkel straffen, schlaffe Oberschenkel, Oberschenkelerschlaffung.
Die Oberschenkelstraffung wird in aller Regel in Vollnarkose durchgeführt. Ein stationärer Aufenthalt von wenigstens einer Nacht ist vernünftig. Postoperativ sind Wundpflege und Verbandswechsel mit antiseptischen (bakterienabtötend) Salben angezeigt. Bei der Nachbehandlung der Oberschenkelstraffung ist eines der wichtigsten Faktoren, die Immobilisation, d.h. die Reduktion der Bewegung in den Hüften. Das Rauchen sollte ca. 10-14 vor und nach der Operation komplett eingestellt werden, da sonst insbesondere bei einer größeren Oberschenkelkorrektur Haut- und Weichteilschäden aufgrund von Durchblutungsstörungen auftreten können.
Im Grunde genommen können zwei Verfahren der Oberschenkelkorrektur unterschieden werden. Es gibt aber eine Vielzahl von Schnittführungen in Abhängigkeit von der Lokalisation und dem Ausmaß der Gewebeerschlaffung.
Die beiden ersten Techniken sind die Varianten, welche am häufigsten angewendet werden. Welches dieser Beiden angewendet wird, hängt ab vom Ausmaß des Hautüberschusses.
Bilder: 1,2, Schnittführung bei der Mini-Oberschenkelstraffung 2,3, Narben-Verlauf nach der Op

Bei der Mini-Oberschenkelstraffung (C-Schnitt) verläuft der Schnitt von der Leiste bis in die quere Gesäßfalte. Der Haut- und Fett-Überschuss wird entfernt, wobei teilweise bis auf den Oberschenkelmuskel präpariert werden muss. Soweit möglich sollten Hautnerven geschont werden. Bevor die Wunde in mehreren Schichten vernäht wird, muss dafür gesorgt werden, dass das Gewebe stabil fixiert wird. Dafür kann eine feste Faserschicht (Scarpa Faszie) im Fettgewebe an die Knochenhaut am Schambein genäht werden. Dieses ist sicherlich eines der wichtigsten Schritte beim Straffen der Oberschenkel.
Der C-Schnitt ist sicherlich die kleinste Form der Oberschenkelkorrektur bei der Hauterschlaffung der Oberschenkel. Sie geht mit unauffälligen Narben einher. Der Straffungseffekt ist im Vergleich zur T-Straffung jedoch geringer, da deutlich weniger Haut entfernt werden kann.
Bilder: 1,2, Schnittführung bei der T-Oberschenkelstraffung 2,3, Narben-Verläufe nach der Operation

Die große Oberschenkelstraffung wird mit einem T-Schnitt durchgeführt. Der Vorteil liegt in einem deutlich größeren Straffungseffekt, allerdings unter Inkaufnahme einer zusätzlichen senkrechten Narbe. Die Länge dieser Narbe muss vom Hautüberschuss und von der Akzeptanz des Patienten abhängig gemacht werden. Manchmal reicht schon eine Narbe von 5cm Länge um eine deutliche Befundverbesserung zu erreichen. Sonst gelten die unter 'Mini-Oberschenkelstraffung' genannten Prinzipien.
Die Operation sollte wenigstens mit einem stationären Aufenthalt über Nacht geplant werden.
Die Oberschenkelkorrektur wird oft kombiniert mit verschiedenen ästhetischen Operationen. Da die Gewebserschlaffung (meist nach Gewichtsreduktionen) nicht nur am Oberschenkel, sondern auch am Bauch und anderen Körperarealen zuschlägt, ist die Nachfrage nach weiteren Straffungsoperationen in einer Sitzung immer wieder der Wunsch er Patienten. Recht häufig ist die Kombination mit der Bauchstraffung. Auch der Wunsch nach der Kombination der Oberschenkelstraffung mit einer Oberarmstraffung oder Bruststraffung ist nicht selten. Beim Bodylift, welches sich bei deutlichem Hautexzess anbietet, wenn in großem Maße Gewicht reduziert wurde, ist die Oberschenkelstraffung ein gewissermaßen Teilschritt der Operation.
Aktualisiert am 20.11.2012
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Dr. Rene Schumann; Plastischer Chirurg im Raum Düsseldorf, Köln, Essen in NRW
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