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Oberarmstraffung Oberarmlifting

Oberarmkorrektur mittels Oberarmstraffung

 

Welche Gründe gibt es für die Oberarmstraffung?

 

Die Oberarmstraffung wird auch Oberarmlifting oder Oberarmpexie genannt. Für diese Operation interessieren sich meistens Patienten, die eine starke Gewichtsreduktion hinter sich gebracht haben. Das verbesserte physische Wohlbefinden wird dann oft von überschüssiger schlaffer Haut (schlaffe Haut) und Restfettdepots in den Schatten gestellt. Es handelt sich nämlich nicht immer nur um einen Hautüberschuss. Die Rest-Fettdepots sind typischer Weise an der Oberarmhinter- und Innenseite lokalisiert.

Auch Menschen mit vorgealterter Haut (meist durch Sonne und Nikotinkonsum), die mit der Situation am Oberarm nicht zufrieden sind, sehen oft nur eine Möglichkeit der Verbesserung mittels Oberarmstraffung.

Wie gestaltet sich der Ablauf bei der Oberarmstraffung?

Für die Oberarmstraffung ist eine Vollnarkose zu bevorzugen, wenngleich bei nicht zu stark ausgeprägten Befunden auch eine örtliche Betäubung mit Dämmerschlaf möglich ist. Der Eingriff kann prinzipiell ambulant durchgeführt werden. Jedoch ist bei ausgedehnteren Operationen wenigstens eine stationäre Übernachtung zur Beobachtung zu empfehlen. Nach der Operation ist eine Einschränkung der Oberarmbewegung und eine Kompressionsbehandlung mit Ärmlingen wichtig für eine gute Wundheilung.

Wie wird das Oberarmlifting durchgeführt?

Mittels Oberarmlifting können auch extrem schlaffe Oberarme, die meist in einer starken Gewichtsreduktion begründet sind, korrigiert werden. In einigen Fällen kann es sinvoll sein die Schnitte bis zur Brust (bei gleichzeitiger Straffung der Brust) oder bis an die Brustkorbseite fortzuführen. Die Schnittführung muss beim Oberarmlifting letzten Endes dem Überschuss an Haut und Fettgewebe angepasst werden.

Welche Schnittführungen gibt es?

 

Vor der Oberarmstraffung wird die geschätzte Schnittlinie mit einer gut haftenden Farbe markiert. Diese Schnittlinie ist abhängig vom Ausmaß des Gewebeüberschusses. Der Schnitt reicht meist von der Achselhöhle fast bis an das Ellenbogengelenk und verläuft auf der Innenseite des Oberarmes. Im Bereich der Achsel ist die Linie geschwungen, um bei einer späteren Narbenschrumpfung die Bewegungsfreiheit im Schultergelenk zu erhalten. Auch soll damit die Bildung eines Narbenstranges vermieden werden, der sich bei der Armhebung in Form von ziehenden Schmerzen bemerkbar machen kann.

Bilder: Die hell markierten Haut-Flächen werden entfernt. Die Länge der Schnitte kann je nach Hautüberschuss variieren.

  • 1, und darunter: Hier sehen Sie einen möglichen Schnittverlauf bei der T-Oberarmstraffung und die resultierende Narbe.
  • Die anderen Beiden Bilder: L-Schnitt-Oberarmlifting mit entsprechendem Narbenverlauf.

 

Oberarmstraffung Schnitte, NarbenSchnitte beim Oberarmlifting

Wie wird der Gewebeüberschuss beim Oberarmlifting korrigiert?

 

Nicht nur der Hautüberschuss sondern auch der Fettüberschuss wird bei der Oberarmstraffung fast bis zur äußeren Faserhülle der Muskulatur entfernt. Gefäße und Nerven müssen geschont werden. Die Wunde wird schließlich mehrschichtig vernäht. Weiterhin werden Drainagen oder kleine Laschen eingelegt, die das Entweichen von Wundwasser oder Blut erleichtern sollen. Das geschieht insbesondere in den ersten Tagen und kann dazu führen, dass der Verband etwas blutig durchnässt (in kleinem Maße durchaus normal).

Kein Achselschweiß nach Oberarmlifting?

Im Rahmen der Oberarmstraffung werden oft auch teilweise die Schweißdrüsen und ein Großteil der Achselhaare entfernt. Dies ist nahe liegend, zumal die Schnittführung bis in die Achsel reicht. Die meisten Frauen betrachten das als erfreulichen :-) Nebeneffekt der Oberarmstraffung.

Weiteres zum Thema Achselschweiß finden Sie in den Beiträgen Hyperhidrosis und Schweißdrüsenentfernung.

 

Wie sieht die Nachbehandlung der Oberarmstraffung aus?

Exakte Richtlinien für die Nachbehandlung gibt es nicht. Diese ist immer Abhängig vom Befund vor dem Straffen der Oberarme und von der nötigen Ausdehnung der Operation.

  • Verbände:
    Verbände mit antibiotikahaltigen oder antiseptischen Salben (d.h. bakterienabtötende Salben) werden nach der Oberarmstraffung wegen der Nähe zur Achselregion bevorzugt. Diese Verbände sollten in der ersten Wundheilungsphase regelmäßig gewechselt werden. Zusätzlich kann man beim Verbandswechsel die Nahtstellen mit desinfizierendem Spray benetzen.
  • Wichtigkeit der Kompressionsbehandlung:
    Die Kompressionsbehandlung nach der Oberarmstraffung für ca. 6 Wochen ist enorm wichtig. Direkt nach der Operation kann zunächst gewickelt werden, danach werden gerne abgemessene oder in einigen Fällen auch Maßgeschneiderte Kompressionsärmlinge empfohlen. Wenn die Kompression am Oberarm sehr stark ist, am Unterarm jedoch nicht, dann kann der Unterarm und die gesamte Hand stark anschwellen. Dies kann durch eine zusätzliche Wickelung am Unterarm verhindert werden.
  • Immobilisation:
    Alle Bewegungen, die zur Instabilität der Nahtstelle und der Narbe führen, müssen nach der Oberarmstraffung, gerade in den ersten 2-3 Wochen reduziert werden. Bewegungen im Schultergelenk und generell im Schultergürtel, insbesondere das seitliche Abspreizen des Armes sind ungünstig für den Verlauf der Heilung. Sport sollte für mindestens 6 Wochen eingestellt oder reduziert werden. Selbiges gilt für alle Überkopfbewegungen.
  • Fäden:
    Die Fäden werden nach ca. 2 Wochen gezogen. Die tiefen Fäden lösen sich von selbst auf.
  • Schwellung und Blutergüsse:
    In den ersten Tagen und Wochen sind Schwellungen und leichte Blutergüsse (auch seitenungleich) der Haut normal. Diese Situation soll durch die Kompressionsware verbessert werden.

Welche Komplikationen können bei der Oberarmstraffung auftreten?

Wie bei jeder Operation können auch beim Oberarmlifting Komplikationen auftreten. Die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von speziellen Komplikationen steigt, wenn es sich um extreme Befunde handelt die meist durch sehr starke Gewichtsreduktionen entstanden sind. Daher ist insbesondere bei Extrembefunden die Durchführung der Oberarmstraffung durch einen Spezialisten, eine akkurate Vorbereitung und Nachbehandlung von entscheidender Bedeutung, um schwerwiegende Komplikationen vermeiden zu können.

Welche speziellen Komplikationen sind beim Oberarmlifting möglich?

Spezielle Komplikation stehen direkt mit der jeweiligen Behandlung in Verbindung. Welche Komplikation für die Oberarmstraffung typisch sind, wird nun kurz dargestellt.

  • Taubheit und Gefühlslosigkeit:
    Beim Oberarmlifting können die operierten Areale durch die Verletzung kleiner Hautnerven Taub sein. Diese Veränderung ist in der Regel innerhalb von wenigen Wochen rückläufig.
  • Absterben von Gewebe:
    Insbesondere an den Ecknähten können wegen Spannung und Druck Durchblutungsstörungen auftreten. Diese können dazu führen, dass nach der Oberarmstraffung Haut oder sogar subkutanes Gewebe untergeht. Die Durchblutungsstörungen der Haut bei Straffungsoperationen sind bei Rauchern viel häufiger anzutreffen als bei Nichtrauchern.
  • Dog ears':
    'Dog ears' sind kleine Hautüberschüsse, die bei der Oberarmstraffung an den Enden der Naht überwiegend im Bereich der Ellenbeuge entstehen können. Meist lassen sie sich intraoperativ vermeiden. Wenn nicht, können sie später in örtlicher Betäubung korrigiert werden.

Welche allgemeinen Komplikationen gilt es zu vermeiden?

Es gibt neben den speziellen Komplikationen auch eine Reihe von allgemeinen Komplikationen, die bei der Oberarmstraffung auftreten können:

  • Blutung und Bluterguss
  • Thrombose und Embolie
  • Infektionen und Wundheilungsstörungen
  • Narbenbildungsstörungen, hypertrophe Narben
  • Verletzung benachbarter Strukturen
  • Komplikationen, welche die Narkose / betreffen.

 

Aktualisiert am 15.11.2012

Literatur zum Thema Oberarmlifting / Oberarme straffen

 

  • Plastic Surgery – Mathes – 8 Volumes - Saunders; Auflage: Uitgawe - 2005
  • Ästhetische Chirurgie – Lemperle, von Heimburg – Ecomed – 2008 – (Ringbandwerk)

 

 

 

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Dr. Rene Schumann; Plastischer Chirurg im Raum Düsseldorf, Köln, Essen in NRW

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