
Die Oberarmstraffung wird auch Oberarmlifting oder Oberarmpexie genannt. Für das Straffen der Oberarme interessieren sich meistens Patienten, die eine starke Gewichtsreduktion hinter sich gebracht haben. Das verbesserte physische Wohlbefinden wird dann oft von überschüssiger schlaffer Haut (schlaffe Haut) und Restfettdepots in den Schatten gestellt. Es handelt sich nämlich nicht immer nur um einen Hautüberschuss. Die Rest-Fettdepots sind typischer Weise an der Oberarmhinter- und Innenseite lokalisiert.
Auch Menschen mit vorgealterter Haut (meist durch Sonne und Nikotinkonsum), die mit der Situation am Oberarm nicht zufrieden sind, sehen oft nur eine Möglichkeit der Verbesserung mittels Oberarmstraffung.
Verwandte Begriffe: Oberarme straffen, Oberarmerschlaffung, schlaffe Oberarme, Oberarmlifting.
Für die Oberarmstraffung ist eine Vollnarkose zu bevorzugen, wenngleich auch eine örtliche Betäubung mit Dämmerschlaf möglich ist. Der Eingriff kann ambulant durchgeführt werden. Nach der Operation ist eine Einschränkung der Oberarmbewegung und eine Kompressionsbehandlung mit Ärmlingen wichtig für eine gute Wundheilung.
Mittels Oberarmlifting können auch extrem schlaffe Oberarme die meist in einer starken Gewichtsreduktion begründet sind korrigiert werden. In einigen Fällen kann es sinvoll sein die Schnitte bis zur Brust (bei gleichzeitiger Straffung der Brust) oder bis an die Brustkorbseite fortzuführen.
Vor der Oberarmstraffung wird die geschätzte Schnittlinie mit einer gut haftenden Farbe markiert. Diese ist abhängig vom Ausmaß des Gewebeüberschusses. Der Schnitt reicht in Abhängigkeit vom Ausmaß der Oberarmerschlaffung von der Achselhöhle fast bis an das Ellenbogengelenk und verläuft auf der Innenseite des Oberarmes. Im Bereich der Achsel ist die Linie geschwungen, um bei einer späteren Narbenschrumpfung die Bewegungsfreiheit im Schultergelenk zu erhalten. Auch soll damit die Bildung eines Narbenstranges vermieden werden.
Bilder: Die hell markierten Haut-Flächen werden entfernt. Die Länge der Schnitte kann je nach Hautüberschuss variieren.


Nicht nur der Hautüberschuss sondern auch der Fettüberschuss wird bei der Oberarmstraffung fast bis zur äußeren Faserhülle der Muskulatur entfernt. Gefäße und Nerven müssen geschont werden. Die Wunde wird schließlich mehrschichtig vernäht. Weiterhin werden Drainagen oder kleine Laschen eingelegt, die das Entweichen von Wundwasser oder Blut erleichtern sollen. Das geschieht insbesondere in den ersten Tagen und kann dazu führen, dass der Verband etwas blutig durchnässt (in kleinem Maße durchaus normal).
Im Rahmen der Oberarmstraffung werden meist auch die Schweißdrüsen und ein Großteil der Achselhaare entfernt. Dies ist nahe liegend, zumal die Schnittführung bis in die Achsel reicht. Die meisten Frauen betrachten das als erfreulichen :-) Nebeneffekt der Oberarmstraffung.
Weiteres zum Thema Achselschweiß finden Sie in den Beiträgen Hyperhidrosis und Schweißdrüsenentfernung.
Exakte Richtlinien für die Nachbehandlung gibt es nicht. Diese ist immer Abhängig vom Befund vor dem Straffen der Oberarme und von der nötigen Ausdehnung der Operation.
Verbände mit antibiotikahaltigen oder antiseptischen Salben (d.h. bakterienabtötende Salben) werden nach der Oberarmstraffung wegen der Nähe zur Achselregion bevorzugt. Diese Verbände sollten in der ersten Wundheilungsphase regelmäßig gewechselt werden. Zusätzlich kann man beim Verbandswechsel die Nahtstellen mit desinfizierendem Spray benetzen.
Die Kompressionsbehandlung nach der Oberarmstraffung für ca. 6 Wochen ist enorm wichtig. Direkt nach der Operation kann zunächst gewickelt werden, danach werden gerne abgemessene oder in einigen Fällen auch Maßgeschneiderte Kompressionsärmlinge empfohlen. Wenn die Kompression am Oberarm sehr stark ist, am Unterarm jedoch nicht, dann kann der Unterarm und die gesamte Hand stark anschwellen. Dies kann durch eine zusätzliche Wickelung am Unterarm verhindert werden.
Alle Bewegungen, die zur Instabilität der Nahtstelle und der Narbe führen, müssen nach der Oberarmstraffung, gerade in den ersten 2-3 Wochen reduziert werden. Bewegungen im Schultergelenk und generell im Schultergürtel, insbesondere das seitliche Abspreizen des Armes sind ungünstig für den Verlauf der Heilung.
Sport sollte für mindestens 6 Wochen eingestellt oder reduziert werden. Selbiges gilt für alle Überkopfbewegungen.
Die Fäden werden nach ca. 2 Wochen gezogen. Die tiefen Fäden lösen sich von selbst auf.
In den ersten Tagen und Wochen sind Schwellungen und leichte Blutergüsse (auch seitenungleich) der Haut normal. Diese Situation soll durch die Kompressionsware verbessert werden.
Aktualisiert am 30.04.2011
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