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Plastische Chirurgie, Ästhetische Chirurgie, Handchirurgie
Nach der Operation ist die weitere Behandlung abhängig von der Art des Eingriffes und von deren Aufwand. Auch die individuelle Wundheilung spielt nach der Operation eine große Rolle. Diese wird stark beeinflusst von Nebenerkrankungen Medikamenteneinnahme, Essstörungen, Nikotin- und Alkoholkonsum. Die Details wird Ihnen Ihr Arzt mitteilen. Im Folgenden werden allgemeine Verhaltensempfehlungen nach einer plastisch chirurgischen Operation beschrieben:
Insbesondere nach der Operation im Bereich des Kopfes und der Hand ist es wichtig die betreffenden Regionen hochzulagern.
Nach einer Lidstraffung, einem Facelifting oder nach einer Nasen - Operation sollte der Kopf beim Schlafen erhöht sein. Das gilt auch für eine operierte Hand. Sie sollte immer über das Herzniveau gehalten werden um einen verbesserten Blut- und Lymphabfluss zu gewährleisten. Bleibt dieses unbeachtet, staut sich das Gewebewasser in der Hand und hat über eine verlängerte Schwellungsphase eine verzögerte Wundheilung zur Folge.
Nach einigen Operationen ist das Kühlen von essentieller Bedeutung. Das gilt insbesondere für Lidkorrekturen. Durch die Kühlung ziehen sich kleinste Gefäße zusammen und verlieren weniger Flüssigkeit an das Gewebe, was wiederum zur Reduktion der Schwellung führt.
Auch nach der Faltenunterspritzung sollte reichlich gekühlt werden insbesondere wenn die Lippen behandelt wurden.
Nein! Schmerzen bedeuten für Ihren Körper Stress. Die Wundheilung kann dadurch deutlich verzögert werden. Die Schmerzempfindung ist individuell sehr unterschiedlich. Bei den meisten Eingriffen ist ab dem 2.-3. postoperativen Tag eine deutliche Schmerzabnahme zu verzeichnen. Für die schmerzintensivere Zeit sollten Sie ausreichend Schmerzmittel einnehmen. Da viele Schmerzmittel (NSAR = Nicht Steroidale Antirheumatika) zusätzlich eine abschwellende Komponente besitzen können sie in den ersten Tagen auch prophylaktisch eingenommen werden. Eine Sucht ist nach 3-4 Tagen Schmerztherapie nicht zu erwarten.
Es gilt generell, dass die betroffenen Regionen nach der Operation geschont werden sollten. Nach einer Lid - Operation sollte das Lesen und Fernsehen reduziert bzw. eingestellt werden. Nach Operationen im Wangen- und Mundbereich sollte man mit der Mimik zurückhaltend sein. Das Sprechen ist zu reduzieren. Bei einigen Operationen ist ein unterschiedlich langer Kostaufbau (flüssig, Brei, Schonkost, Normalkost) einzuhalten.
Nach einer Brust - Operation und Bauchstraffung empfiehlt man häufig 6 Wochen Sportkarenz.
Nach vielen Operationen in der Handchirurgie ist die Ruhigstellung mittels Gips oder wenigstens mit einem fixierenden Verband günstig. Die durch den Gips fixierten Bereiche dürfen nicht bewegt werden. Die nicht ruhiggestellten Bereiche sollten in der Regel beübt werden
Nikotin verengt insbesondere die feinen Gefäße. Da die Durchblutung nach einer Operation ohnehin eingeschränkt ist, sollte diese nicht mit zusätzlichem Nikotinkonsum verschlechtert werden. In erster Linie führt die Einschränkung der Mikrozirkulation nach der Operation zu Störungen der Wundheilung und über eine Reduktion der Immunität, ggf. zu einer Infektionen. Wir empfehlen den Nikotinkonsum eine Woche vor und bis zwei Wochen nach einem Eingriff einzustellen oder zumindest drastisch zu senken.
Acetylsalizylsäure ist eines der ältesten und populärsten Schmerzmittel. Es ist in folgenden Medikamenten enthalten: Aspirin, ASS, Thomapyrin, Alka- Seltzer, Dolviran, Togal, Dolomo und andere. Neben seiner schmerzlindernden Wirkung, verdünnt es das Blut dramatisch. Daher wird es zur Prophylaxe bei der Arteriosklerose und zur Nachbehandlung von Herzinfarkten, Thrombosen, Embolie oder Schlaganfällen. Eine Operation sollte, wenn möglich nicht unter der Einnahme von Acetylsalizylsäure erfolgen. Es können nämlich kaum stillbare Blutungen auftreten. Das Ausmaß der Operation muss hier natürlich Berücksichtigung finden.
Wenn möglich sollten solche Präparate 10-14 Tage vor dem Eingriff abgesetzt werden. Bei kleinen Operationen ist auch eine Woche ausreichend. Wenn ohne Acetylsalizylsäure ein erhebliches Gesundheitsrisiko zu erwarten ist, sollte eine Ersatztherapie mit Heparin eingeleitet werden. Heparin verdünnt das Blut auf einem anderen Weg und erhöht das Blutungsrisiko nur unwesentlich. Nach der Operation kann die Acetylsalizylsäure wieder eingenommen werden, sobald ein erneuter Eingriff ausgeschlossen werden kann und die Wundverhältnisse stabil sind.
Aktualisiert am 06.05.2009
Autor Dr. Rene Schumann
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