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Plastische Chirurgie, Ästhetische Chirurgie, Handchirurgie
Autor Dr. Rene Schumann
Übersicht - Nabelbruch
Bild: Solch ein kleiner Nabelbruch entsteht nicht selten in der Schwangerschaft.
Der Nabelbruch ist eine sogenannte Hernie und wird auch als Nabelhernie, Bauchnabelbruch, Hernia umbilicalis oder Umbilicalhernie bezeichnet. Es handelt sich um Ausstülpung durch eine Bauchwandlücke im Bereich des Bauchnabels. Über diese Lücke (Bruchpforte) wölbt sich Gewebe aus dem Bauchinneren hervor. Dieses kann ein zartes Häutchen (Peritoneum), Bauchfett (Omentum majus) oder bei einem größeren Nabelbruch auch Darm sein.
Der Nabelbruch macht nicht immer Beschwerden. Zu den Symptomen zählen ziehende Schmerzen in der Nabel-Region. Die Schmerzen treten insbesondere bei körperlicher Belastung, Husten und Pressen auf. Eine Vorwölbung ist meist zu sehen, aber nicht immer.
Im Falle einer Einklemmung, mit folgender Durchblutungsstörung, reichen die Beschwerden von starken Schmerzen bis hin zum sogenannten akuten Abdomen mit bretthartem Bauch und Schock. Dies ist ein Notfall!
Bild: Querschnitt durch den Bauch in Höhe des Bauchnabels. Der Nabelbruch zeigt sich als Vorwölbung von Dünndarm (4) zwischen den geraden Bauchmuskeln (3); 1, Fettgewebe; 2, schräge und horizontale Bauchmuskeln.

Da die Wahrscheinlichkeit der Einklemmung beim Bauchnabelbruch recht hoch ist, ist die Indikation für eine Operation mit der Diagnosestellung gegeben. Ein kleiner bis mittelgroßer Nabelbruch kann in örtlicher Betäubung oder Kurznarkose oft ambulant operiert werden, wenn keine medizinischen Gründe dagegen sprechen.
Die Schnittführung kann senkrecht durch den Bauchnabel oder am Bauchnabelrand erfolgen. Anschließend wird der Nabelbruch mit Bruchpforte und Bruchsack dargestellt. Der Nabel wird von der Bauchwand gelöst und am Ende der Op wieder angenäht. Der Bruchsack wird mit Inhalt in die Bauchhöhle zurückverlagert und die Bruchpforte stabil verschlossen. Hier stehen verschiedene Techniken zur Verfügung (Tabacksbeutelnaht, Mayo-Naht, Rückstichnaht, U-Naht u.v.m.). Ist die Bruchpforte besonders groß (größer 3cm) so kann diese mit einem Kunststoffnetz zusätzlich stabilisiert werden um einem erneuten Nabelbruch vorzubeugen.
Anspruchsvoller ist die Notfall-Operation bei einer Nabelbruch-Einklemmung. Hier müssen nicht selten grössere nicht mehr durchblutete Darmabschnitte entfernt werden, wobei der gesamte Bauch eröffnet wird.
Bilder: Häufige Schnittführungen bei der Nabelbruch-Operation

Im Anschluss an die Nabelbruch-Operation sollte man sich schonen. Pressen und schwere körperliche Tätigkeit sollte man für ca. 6 Wochen unterlassen. Bei einem größeren Nabelbruch ist auch eine Leibbinde zur Kompression sinnvoll. Verstopfungen und Blähungen durch falsche Ernährung können ein Nabelbruch-Rezidiv begünstigen.
Aktualisiert am 15.07.2010
Quellen zum Thema Nabelbruch / Nabelhernie:
Pubmed:
Copyright© 2008-2010 Dr. Rene Schumann, Düsseldorf - NRW - Deutschland
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