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Die Oberschenkelmuskulatur | Wie sind die Oberschenkelmuskeln aufgebaut?

Oberschenkelmuskulatur: Oberschenkelmuskeln des MenschenOberschenkelmuskeln von hinten

Bilder oben: Erklärungen im Text; M. tensor fasciae latae (a, Spanner der Schenkelbinde) gehört zu den Hüftmuskeln und wird im entsprechendem Kapitel beschrieben.

  • 1, M. sartorius – Schneidermuskel
  • 2-5 M. Quadriceps femoris
    • 2, Musculus vastus lateralis
    • 3, M. vastus medialis
    • 5, Musculus rectus femoris
  • 6, M. biceps femoris
    • 6a, Caput longum
    • 6b, Caput breve
  • 7, Musculus semitendinosus
  • 8, Musculus semimembranosus

 

Einteilung der Oberschenkelmuskulatur

 

Die Oberschenkelmuskulatur kann grob in Strecker, Beuger, Abduktoren (Abspreizer) und Adduktoren (zur Mitte bewegende Muskulatur) unterteilt werden.

Oberschenkelmuskulatur mit Streckfunktion

 

Die Oberschenkelmuskulatur zur Streckung sind an der Vorderseite des Oberschenkels lokalisiert. Ihre wesentliche Funktion besteht in der Streckung des Kniegelenkes.

Oberschenkelmuskeln auf der Vorderseite

Bild: Oberschenkelmuskeln von vorne

  • 1, M. sartorius – Schneidermuskel
  • 2-5 M. Quadriceps femoris
    • 2, Musculus vastus lateralis
    • 3, M. vastus medialis
    • 5, Musculus rectus femoris
  • a, M. tensor fasciae latae
  • b, Kniescheibe (Patella)
  • c, Patellarsehne
  • d, Schienbein
  • e, M. adductor magnus
  • f, M. gracilis
  • g, M. adductor longus
  • h, M. pectineus
  • i, Kreuzbein

1, M. sartorius – Schneidermuskel

 

Dieser Oberschenkelmuskel ist der längste Muskel des menschlichen Körpers.

  • Funktion: Beugung im Hüftgelenk und Abspreizen des Oberschenkels; leichte Außendrehung
  • Ursprung: Spina iliaca anterior superior (vorderer oberer Dorn des Beckenkammes)
  • Ansatz: Innenseite (Pes Anserinus) des Schienenbeins in Kniegelenknähe
  • Innervation: N. femoralis

2-5, M. quadrizeps femoris – vierköpfiger Oberschenkelmuskel (vierköpfiger Unterschenkelstrecker)

 

Der M. quadrizeps femoris ist der kräftigste Oberschenkelmuskel. Seine Köpfe haben eigene Bezeichnungen:

  • 2, Musculus vastus lateralis
    • Ursprung: Basis des Trochanter major; Labium laterale der Linea aspera
  • 3, M. vastus medialis
    • Ursprung: Labium mediale der Linea aspera; Endsehnen des M. adductor magnus und longus
  • 4, M. vastus intermedius
    • Ursprung: Vorderfläche des Oberschenkelknochens
  • 5, Musculus rectus femoris (gerader Oberschenkelmuskel)
    • Ursprung: Spina iliaca anterior inferior; Hüftgelenkskapsel; Hüftpfanne (oberer Rand)

Die Funktion, der Ansatz und die Nervenversorgung sind einheitlich:

  • Funktion: wichtigster Kniegelenksstrecker; Der M. rectus femoris ist zusätzlich an der Beugung im Hüftgelenk beteiligt.
  • Ursprung: siehe unten
  • Ansatz: Die Sehnen dieses kräftigen Muskels enden an der Kniescheibe (Patella). Diese ist über die Patellarsehne (Ligamentum patellae) mit der Tuberositas tibiae an dem Schienbein verbunden. Innervation: N. femoralis

Oberschenkelmuskulatur: Beuger

 

Die Beuger sind als Antagonisten auf der Rückseite des Oberschenkels zu finden. Ihre wesentliche Funktion ist die Beugung des Kniegelenkes.

Oberschenkelmuskulatur von hinten

Bild: Oberschenkelmuskulatur von hinten

  • 6, M. biceps femoris
    • 6a, Caput longum
    • 6b, Caput breve
  • 7, Musculus semitendinosus
  • 8, Musculus semimembranosus

 

  • a, M. vastus lateralis
  • d, Schienbein (Tibia)
  • e, M. adductor magnus
  • f, M. gracilis
  • j, M. glutaeus medius
  • k, Trochanter major
  • l, M. glutaeus maximus
  • m, Wadenbein (Fibula)
  • n, M. quadratus femoris
  • o, Tuber ischiadicum

6, M. biceps femoris  - zweiköpfiger Oberschenkelmuskel

 

Der zweiköpfige Oberschenkelmuskel hat einen langen und kurzen Kopf:

  • 6a, Caput longum
  • 6b, Caput breve
  • Funktion: Kniegelenksbeugung und Auswärtsrotation des Unterschenkels; Das Caput longum kann in der Hüft strecken.
  • Ursprung:
    • Langer Kopf: Tuber ischiadicum am Sitzbein
    • Kurzer Kopf: Labium laterale der Linea aspera
  • Ansatz: Wadenbeinköpfchen; Condylus lateralis tibiae und Unterschenkelfaszie
  • Innervation: N. ischiadicus

7, Musculus semitendinosus (halb-sehniger Muskel)

 

  • Funktion: Hüftgelenksstreckung; Kniegelenksbeugung und Innendrehung des Unterschenkels
  • Ursprung: Tuber ischiadicum
  • Ansatz: Schienbein (Pes anserinus)
  • Innervation: Schienbeinanteil des N. ischiadicus

8, Musculus semimembranosus (halb-membranartiger Muskel)

  • Funktion: Hüftgelenksstreckung; Kniegelenksbeugung und Innendrehung des Unterschenkels
  • Ursprung: Tuber ischiadicum
  • Ansatz: Condylus medialis des Schienbeins; hinterer Anteil der Kniegelenkskapsel; Faszie des m. popliteus
  • Innervation: Schienbeinanteil des N. ischiadicus

Die Hüftmuskulatur gehört nicht zur Oberschenkelmuskulatur

 

Es sind noch weitere Muskeln am Oberschenkel zu finden. Diese gehören wegen ihrer Hauptwirkung auf die Hüfte zur Hüftmuskulatur, die man wiederum einteilen kann in:

 

Aktualisiert am 18.02.2012

 

 

Literatur Anatomie: Oberschenkelmuskulatur
  • Atlas der Anatomie des Menschen – Sobotta – Urban und Fischer – 2 Bände – München, Jena 2000
  • Operationsatlas Handchirurgie – Pechlaner – Thieme – Stuttgart 1998
  • Anatomie des Menschen - Lehrbuch und Atlas - Rauber / Kopsch - Thieme - 4 Bände - 1987
  • Anatomy of the Human Body - Henry Gray - Lea & Febiger

 

 

 


In Bearbeitung:

Die Darstellung der Anatomie der Hand soll Ihnen das Verständis anhand von Wort und Bild erleichtern.

Copyright© 2008-

Dr. Rene Schumann; Plastischer Chirurg im Raum Düsseldorf, Köln, Essen

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