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Die Gaumenmuskeln | Welche Muskeln gehören zur Gaumenmuskulatur?

Gaumenmuskulatur: Gaumenmuskeln des Menschen

 

Bild: Gaumenmuskeln in der Ansicht von hinten in den Rachen.

  • 1, M. tensor veli palatini – Gaumensegelspanner
  • 2, M. levator veli palatini - Gaumensegelheber
  • 3, M. uvulae – Zäpfchenmuskel

 

  • a, Mastoid des Schläfenbeins
  • b, am Knorpel der Ohrtrompete entspringen die Gaumenmuskeln 1, und 2,
  • c, Nasenhöhle
  • d, Hamulus des Pterygoids
  • e, M. stylopharyngeus
  • f, M. salpingopharyngeus
  • g, Mundhöhle
  • h, Zunge
  • i, Kehlkopföffnung

Anatomie der Gaumenmuskulatur

 

Der Gaumen kann grob zweigeteilt werden:

  • Harter Gaumen (Palatum durum) vordere 2/3
  • Weicher Gaumen (Palatum molle) hintere 1/3

Als weicher Gaumen wird das Gaumensegel (Velum palatinum) verstanden. Dieses wird von den im Folgenden beschriebenen Gaumenmuskeln bewegt und besteht zum Teil aus diesen. Das hintere Ende wird von dem Zäpfchen (Uvula) gebildet, welches aus dem unpaaren Anteil der Gaumenmuskulatur besteht (M. uvulae).

1, M. tensor veli palatini – Gaumensegelspanner - Spanner des Gaumens

  • Funktion: Spannen und Heben des Gaumensegels und Erweiterung der Tuba auditoria (Ohrtrompete)
  • Ursprung: Fossa scaphoidea des großen Flügels am Keilbein (Ala major ossis sphenoidalis, Ohrtrompete
  • Ansatz: Gaumenaponeurose (Aponeurosis palatina)
  • Innervation: Muskelast des N. mandibularis

2, M. levator veli palatini - Gaumensegelheber

 

  • Funktion: Spannen und Heben des Gaumensegels und Erweiterung der Ohrtrompete
  • Ursprung: Pars petrosa am Schläfenbein (Os temporale), Knorpel der Ohrtrompete
  • Ansatz: Gaumenaponeurose
  • Innervation: N. glossopharyngeus und N. vagus: Plexus pharyngealis

Gaumenmuskeln: Blick von hinten in die Nasenhöhle

 

Bild: Sicht vom hinteren Rachenraum aus in die Nasehnhöhle.

  • a, Nasenscheidewand (Septum nasale)
  • b, Nasenmuscheln (Conchae)
  • c, Rezessus pharyngealis
  • d, Ohrtrompete
  • e, Öffnung der Ohrtrompete
  • f, Gaumensegel
  • g, Zäpfchen

3, M. uvulae – Zäpfchenmuskel

 

  • Es handelt sich um den einzigen nicht paarigen Gaumenmuskel.
  • Funktion: Bei Kontraktion wird das Zäpfchen kürzer und dicker
  • Ursprung: Gaumenaponeurose
  • Ansatz: Schleimhaut der Zäpfchenspitze
  • Innervation: N. vagus

4, M. palatoglossus

  • Funktion: Herabziehen des Gaumensegels und Heben des Zungengrundes
  • Ursprung: Gaumenaponeurose
  • Ansatz: M. transversus linguae an der Zungenseite
  • Innervation: N. glossopharyngeus

5, M. palatopharyngeus

 

Auf der Abbildung oben: die vom Gaumen seitlich absteigenden Muskelfasern oberhalb von 3= M. Uvulae.

  • Funktion: verengt die Schlundenge (Isthmus faucium)und hebt den Rachen
  • Ursprung: Gaumenaponeurose, Hamulus pterygoideus am Keilbein
  • Ansatz: seitliche Rachenwand und Seitenbereich des Schildknorpels (Cartilago thyroidea)
  • Innervation: N. glossopharyngeus



 

Aktualisiert am 07.06.2011

Literatur Anatomie: Gaumenmuskulatur / Gaumenmuskeln

  • Atlas der Anatomie des Menschen – Sobotta – Urban und Fischer – 2 Bände – München, Jena 2000
  • Operationsatlas Handchirurgie – Pechlaner – Thieme – Stuttgart 1998
  • Anatomie des Menschen - Lehrbuch und Atlas - Rauber / Kopsch - Thieme - 4 Bände - 1987
  • Anatomy of the Human Body - Henry Gray - Lea & Febiger

 

 

 

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Dr. Rene Schumann; Plastischer Chirurg im Raum Düsseldorf, Köln, Essen in NRW

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