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Bild: Makromastie bei einer jungen Frau.
Die Makromastie, also die zu große Brustanlage, gehört ebenso wie die Mikromastie (zu kleine Brustanlage) zu den Brustfehlbildungen.
Aber wo ist die Grenze, ab welcher man von einer Makromastie bzw. Brustfehlbildung sprechen kann? Diese Grenze ist von Frau zu Frau verschieden. Sie hängt von der Körpergröße und von der Körperstatur ab.
In manchen Lehrbüchern orientiert sich die Einschätzung einer Makromastie an Grammzahlen. Ein Brustgewicht von über 600g (pro Seite) wird oft als Makromastie, bei über 1500g ist die Bezeichnung Gigantomastie üblich. Dass diese Werte oftmals sehr unrational sind, ist plausibel. Stellen Sie sich eine zierliche Frau vor mit einer Größe von 150cm und einem Gewicht von 50kg. In solchen Fällen ist auch bei einem Brustgewicht von 450g von einer Makromastie auszugehen.
In der überwiegenden Zahl gibt es außer der Vererbung keine Erklärung für die Makromastie. Dennoch sollten einige Besonderheiten nicht unerwähnt bleiben:
Eine zu große Brustanlage bedeutet für viele Betroffene einen enormen Leidensdruck. Psychologisch haben viele dieser Frauen das Gefühl von anderen Menschen, wegen ihrer Übermaße angestarrt zu werden. Dies führt häufig zu einer unbewusst verkrümmten Haltung der Brustwirbelsäule mit einem Haltungsschaden, um den Busen zu verbergen.
Dass die Makromastie konservativ therapiert werden kann, ist ein Trugschluß. Durch physikalische Maßnahmen (Krankengymnastik) und durch eine Psychotherapie wird das eigentliche Problem, das hohe Gewicht der Brust, nicht angegangen. Dieses kann nur durch eine Brustverkleinerung erreicht werden. Auch bei vorbestehendem Halswirbelsäulensyndrom, kurz HWS-Syndrom, oder Brustwirbelsäulenschmerzsyndrom, kurz BWS-Syndrom, kann man durch eine Brustverkleinerung das Gewicht mindern und damit auch die Beschwerden lindern und einen weiteren Verschleiß verringern oder verzögern.
Beim Mann wird an Stelle des Begriffs Makromastie, die Bezeichnung Gynäkomastie gewählt. Hier handelt es sich im Allgemeinen nicht um eine angeborene Fehlbildung.
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Aktualisiert am 12.11.2010
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Dr. Rene Schumann; Plastischer Chirurg im Raum Düsseldorf, Köln, Essen in NRW
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