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Die Gaumenmuskeln | Welche Muskeln gehören zur Gaumenmuskulatur?

Autor Dr. Rene Schumann

Gaumenmuskulatur: Gaumenmuskeln des Menschen

Bild: Gaumenmuskeln in der Ansicht von hinten in den Rachen.

  • 1-3, die wichtigen Gaumenmuskeln werden im Text erklärt
  • a, Mastoid des Schläfenbeins
  • b, am Knorpel der Ohrtrompete entspringen die Gaumenmuskeln 1, und 2,
  • c, Nasenhöhle
  • d, Hamulus des Pterygoids
  • e, M. stylopharyngeus
  • f, M. salpingopharyngeus
  • g, Mundhöhle
  • h, Zunge
  • i, Kehlkopföffnung

Anatomie der Gaumenmuskulatur

Der Gaumen kann grob zweigeteilt werden:

  • Harter Gaumen (Palatum durum) vordere 2/3
  • Weicher Gaumen (Palatum molle) hintere 1/3

Als weicher Gaumen wird das Gaumensegel (Velum palatinum) verstanden. Dieses wird von den im Folgenden beschriebenen Gaumenmuskeln bewegt und besteht zum Teil aus diesen. Das hintere Ende wird von dem Zäpfchen (Uvula) gebildet, welches aus dem unpaaren Anteil der Gaumenmuskulatur besteht (M. uvulae).

1, M. tensor veli palatini – Spanner des Gaumens

  • Funktion: Spannen und Heben des Gaumensegels und Erweiterung der Tuba auditoria (Ohrtrompete)
  • Ursprung: Fossa scaphoidea des großen Flügels am Keilbein (Ala major ossis sphenoidalis, Ohrtrompete
  • Ansatz: Gaumenaponeurose (Aponeurosis palatina)
  • Innervation: Muskelast des N. mandibularis

2, M. levator veli palatini - Gaumenheber

  • Funktion: Spannen und Heben des Gaumensegels und Erweiterung der Ohrtrompete
  • Ursprung: Pars petrosa am Schläfenbein (Os temporale), Knorpel der Ohrtrompete
  • Ansatz: Gaumenaponeurose
  • Innervation: N. glossopharyngeus und N. vagus: Plexus pharyngealis

Gaumenmuskeln: Blick von hinten in die NasenhöhleBild: Sicht vom hinteren Rachenraum aus in die Nasehnhöhle.

  • a, Nasenscheidewand (Septum nasale)
  • b, Nasenmuscheln (Conchae)
  • c, Rezessus pharyngealis
  • d, Ohrtrompete
  • e, Öffnung der Ohrtrompete
  • f, Gaumensegel
  • g, Zäpfchen

3, M. uvulae – Zäpfchenmuskel

  • Es handelt sich um den einzigen nicht paarigen Gaumenmuskel.
  • Funktion: Bei Kontraktion wird das Zäpfchen kürzer und dicker
  • Ursprung: Gaumenaponeurose
  • Ansatz: Schleimhaut der Zäpfchenspitze
  • Innervation: N. vagus

4, M. palatoglossus

  • Funktion: Herabziehen des Gaumensegels und Heben des Zungengrundes
  • Ursprung: Gaumenaponeurose
  • Ansatz: M. transversus linguae an der Zungenseite
  • Innervation: N. glossopharyngeus

5, M. palatopharyngeus

  • Funktion: verengt die Schlundenge (Isthmus faucium)und hebt den Rachen
  • Ursprung: Gaumenaponeurose, Hamulus pterygoideus am Keilbein
  • Ansatz: seitliche Rachenwand und Seitenbereich des Schildknorpels (Cartilago thyroidea)
  • Innervation: N. glossopharyngeus



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Aktualisiert am 14.03.2010

Quellen zum Thema Gaumenmuskulatur / Gaumenmuskeln:

  • Atlas der Anatomie des Menschen – Sobotta – Urban und Fischer – 2 Bände – München, Jena 2000
  • Anatomie des Menschen - Rohen / Yokochi - Schattauer - 2 Bände - 1984
  • Anatomie des Menschen - Lehrbuch und Atlas - Rauber / Kopsch - Thieme - 4 Bände - 1987

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Copyright© 2008-2010 Dr. Rene Schumann, Düsseldorf - NRW - Deutschland

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