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Plastische Chirurgie, Ästhetische Chirurgie, Handchirurgie
Brustvergrößerung in Düsseldorf
Autor Dr. Rene Schumann
Übersicht Brustvergrößerung
Bild: Hautschnitte bei der Brustvergrößerung: Achselschnitt, Brustwarzenhof-Randschnitt, Schnitt in der Unterbrustfalte.
Verwandte Begriffe und Schreibweisen: Mammaaugmentation, Brustaugmentation, Busenvergrößerung
Die Brustvergrößerung (auch Brustaugmentation oder Mammaaugmentation genannt) wird meist durchgeführt bei zu klein ausgebildeter Brust (Mikromastie). Diese kann in Abhängigkeit von der Ausprägung eine Brustfehlbildung sein. Bei der Brustvergrößerung aus ästhetischen Gründen liegt aber oft ein Missverhältnis zwischen der als ästhetisch empfundenen Brustgröße und dem tatsächlichen Brustvolumen vor.
Unter Berücksichtigung des Patientenwunsches, der individuellen Beschaffenheit der Haut und Brustdrüse wird die Brustvergrößerung gemeinsam geplant. Auch muss die Entscheidung getroffen werden, welche Brustimplantate (Größe, Form, Material) gewählt, und in welches Fach sie implantiert werden. Diese Entscheidungen sollten in einem ausführlichen Beratungsgespräch zwischen dem Plastischen Chirurgen und Patienten (und ggf. Angehörige) getroffen werden.
Die Brustvergrößerung wird in Vollnarkose durchgeführt und dauert ungefähr 60-90 Minuten. Anschließend ist eine stationäre Überwachung über Nacht zu empfehlen. Nur so kann eine adäquate Schmerztherapie und ein schnelles Handeln bei Problemen gewährleistet werden.
Weitere Gründe für eine Brustvergrößerung
Bei der Brustvergrößerung gibt es 4 Standardschnittführungen, die alle sowohl Vorteile, als auch Nachteile besitzen: Schnitt in der Unterbrustfalte, Achselhöhle, am Warzenvorhofrand oder quer durch den Warzenhof. Alle anderen Schnittführungen werden nur seltenst angewendet.
Der Unterbrustfaltenschnitt gehört zu den beliebtesten Zugängen bei der Brustvergrößerung. Der Schnitt ist meist im stehen nicht sichtbar, dafür aber im liegen aus der Nähe.
Der Schnitt am Warzenhof verheilt oft kaum sichtbar. Bei der Kombination der Brustvergrößerung mit einer kleinen Bruststraffung nimmt man in der Regel diesen Zugang.
Im Stehen und im Liegen ist der Schnitt nicht sichtbar solange die Arme am Körper sind. Beim Winken oder beim Liegen mit hinter dem Kopf verschränkten Armen, beim Tragen von Spagettiträgern und nach hinten geführten Armen, ist der Schnitt aus der Nähe oft sichtbar. Auch ein Laie erkennt schnell, dass hier eine Brustvergrößerung durchgeführt wurde. Je höher der Schnitt jedoch in der Achselhöhle liegt desto schlechter wird dieser zu bemerken sein. Bei starkem Schwitzen können längere Wundreizungen entstehen.
In manchen Fällen ist der Hautmantel der zu vergrößernden Brust mehr erschlafft, als dass man dieses durch die Brustvergrößerung wieder ausgleichen könnte. Dann müssen Schnittverfahren Anwendung finden, die dem Hautüberschuß angemessen sind. Diese Schnittführungen (periareoläre Bruststraffung, i-Schnitt oder T-Schnitt) sind im Kapitel über die Bruststraffung ausführlich erklärt.

Bilder oben: mögliche Brustimplantat-Formen.
Details zu den Implantaten finden Sie im Beitrag Brustimplantate zur Brustvergrößerung.
Ziel sollte es bei der Brustvergrößerung sein eine Größe für die Brustimplantate zu wählen, mit der sich die Patientin identifizieren kann. Man sollte sich dabei nicht zu stark an bestimmten Milliliterzahlen oder an einer Körbchengröße orientieren. Das sicherlich häufig implantierte Volumen von ca. 250ml kann für eine große und kräftige Frau zu wenig, für eine zierliche Person aber viel zu viel sein. Die Körbchengrößen hingegen können zwischen den Herstellern stark variieren. In der Praxis können im Rahmen des Beratungsgespräches für eine Brustvergrößerung unter den BH Probeimplantate verschiedener Größen gelegt werden. Meist lässt sich auf diese Weise recht rasch feststellen, welche Größe als viel zu groß bzw. viel zu klein empfunden wird. Zusätzlich kann man sich noch Fotos aussuchen auf denen Busen abgebildet sind, die gefallen. So kann der Plastische Chirurg schnell einen Eindruck über die gewünschte Brustgröße bekommen und sich bei der Brustvergrößerung danach richten.
Die Brustvergrößerung mit Implantation auf den Brustmuskel bietet sich an bei Frauen, die nicht zu dünn sind, da sich sonst die Implantatränder unnatürlich abzeichnen können. Die postoperativen Schmerzen und Spannungsgefühle nach der Brustvergrößerung sind geringer ausgeprägt, als bei der Implantation unter den Brustmuskel. Die Kapselfibroserate (Verhärtung der normalen körpereigenen Hülle die sich um Implantate bildet) ist bei der Lage unter dem Brustmuskel etwas geringer.
Bei sehr schlanken Frauen wird insbesondere der Rand der Silikonimplantate besser kaschiert, wenn man diese unter den Brustmuskel legt. Das Ergebnis wirkt natürlicher und die stattgehabte Brustvergrößerung ist nicht mehr offensichtlich. Bei Sportlerinnen können durch Anspannen des Brustmuskels Bewegungen der Silikonimplantate sichtbar werden. Das nach oben rutschen der Implantate beim Anspannen des Brustmuskels kann aber reduziert werden, indem die im unteren horizontalen Bereich verlaufenden Muskelfasern abgelöst werden.
Bilder unten:

Lehnen Patienten Silikonimplantate kategorisch ab, oder wünschen Sie einen besonders kleinen Schnitt, so gibt es die Möglichkeit der Brustvergrößerung mit Kochsalzimplantaten. Dieses wird allerdings recht selten praktiziert. Bei der Brustvergrößerung geben Kochsalzimplantate eine schlechtere Form, fühlen sich unecht derb an, werfen leicht Falten (Ribbling) und können bei noch eingeschlossenen Luftbläschen zu gluckernden Geräuschen führen.
Wegen des überwiegns der Nachteile werden solche Implantate heute in der Regel nur zur Gewebedehnung benutzt. Diese ist nötig bei der Brustrekonstruktion mit Implantaten nach der Brustentfernung wegen Brustkrebs, oder zur Hautgewinnung nach Defekten bei Narbenkorrekturen u.a. Der Standard für die Brustvergrößerung sind heute jedoch Silikonimplantate.
Was es mit der Brustaugmentation ohne Op auf sich hat und worin die Vor- und Nachteile liegen, erfahren Sie in den Beiträgen Brustvergrößerung ohne Op und Macrolane.
Am Ende der Brustvergrößerung werden meist zwei Saugdrainagen eingelegt, die schon in den ersten 1-3 Tagen gezogen werden können. in manchen Fällen muss keine Drainage eingelegt werden.
Gerade in den ersten 24 Stunden ist es wichtig sich ruhig zu verhalten, damit nicht irgend ein kleines Gefäß, das verödet oder unterbunden wurde, wieder aufspringt. Durch eine Kompressionsbandage für eine Nacht kann man das Risiko zusätzlich minimieren.
In den ersten Tagen / Wochen sind Schwellungen und leichte Blutergüsse (auch seitenungleich) der Haut normal.
Taubheit und Gefühlstörungen im Bereich der Brust und Brustwarzen können nach jeder Schnittführung bei der Brustvergrößerung auftreten. In der Anfangsphase kann dies durch die Schwellung und die Manipulation währen der Operation verstärkt sein. In den meisten Fällen kommt es innerhalb weniger Wochen zur Normalisierung. In Seltenen Fällen kann jedoch eine Gefühlsmißempfindung bestehen bleiben.
Bei Verwendung eines wasserdichten Verbandes kann man kurz nach dem Ziehen der Drainagen vorsichtig Duschen. Davor muss der Verband trocken bleiben.
Die Massage der Brust nach einer Brustvergrößerung wurde früher bei den älteren glattwandigen Silikonimplantaten empfohlen. Bei der heutigen Implantatgeneration ist dadurch kein Vorteil mehr zu erwarten.
Auflösliche Fäden müssen nicht gezogen werden. Nicht auflösliche Fäden werden nach 10-14 Tagen entfernt.
Der BH wird in der Regel für 4-6 Wochen empfohlen.
Viele Operateure setzen nach einer Brustvergrößerung den Stuttgarter Gurt ein. Dieser wird so um den Brustkorb herum angelegt, dass seine beiden Enden (Klettverschluss) mit einem leichten Zug über der oberen Basis der Brüste zum liegen kommen.
Beim Tragen des Stuttgarter Gurtes soll durch Druck von oben, die Symmetrie erhalten bleiben. Auch bei unwillkürlichen Bewegungen des Brustkorbes zum Beispiel im Schlaf, verhindert der Gurt eine grobe Verschiebung der Brustimplantate. Das Einwachsen der Silikonimplantate in zu hoher Position soll vor allem verhindert werden. Dieses macht Sinn, bis die Implantate fest eingewachsen sind. Die Kapsel, die sich um jedes Implantat bildet stabilisiert sich besonders in den ersten 2 Wochen nach einer Brustvergrößerung, ebenso wie die Narben am Körper. Daher entfernt man Fäden in der Regel nach 10-14 Tagen. Das bedeutet, man kann mit dem Stuttgarter Gurt auch in dieser Phase den größten Effekt erzielen. Die meisten Plastischen Chirurgen empfehlen den Stuttgarter Gurt für 2 Wochen. Je nach Befund kann diese Zeit aber variabel sein. Manche Operateure lehnen den Gurt ab.
Nach einer Brustvergrößerung sollte in der Regel für 6 Wochen Sport vermieden werden. Dieses betrifft insbesondere Sportarten, bei denen eine starke Mitbewegung des Schultergürtels und des Brustkorbes zu erwarten ist. Leichtere Sportarten dürfen bereits 1-2 Wochen früher ausgeübt werden.
Auf dem Bauch schlafen ist erst ab der 7. Woche gestattet.
Um jedes Brustimplantat (nicht nur bei der Brustvergrößerung) bildet sich im Körper eine körpereigene Hülle die als Kapsel bezeichnet wird. Diese ist normalerweise sehr zart und nicht tastbar. Bei einer Kapselfibrose kommt es zu einer Verdickung dieser Kapsel durch ...
Lesen Sie unter Kapselfibrose weiter.
Was es sonst noch für Probleme geben kann, lesen Sie im Beitrag Probleme nach der Brustvergrösserung.
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Aktualisiert am 16.07.2010
Quellen zum Thema Brustvergrößerung bzw. Brustaugmentation:
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