Brustvergrösserung | Op in Düsseldorf
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Übersicht -
Die Waterfall deformity (Wasserfalldeformität) nach einer Brustvergrösserung darf nicht mit einem Double bouble Phänomen verwechselt werden, da sich die Korrektur-Op dieser Veränderungen voneinander unterscheidet.
Tritt eine Waterfall deformity erst lange nach der Brustvergrösserung auf, dann liegt das im Allgemeinen an einer Hauterschlaffung. Durch die schlaffe Haut der Brust rutscht die Brustdrüse, wie es im Normalfall auch durch den Alterungsprozess ohne Brustvergrösserung geschehen würde, nach unten. Bleibt das Brustimplantat aber dort wohin es implantiert wurde, so entsteht die Waterfall deformity. Sie zeigt sich insbesondere im Profil. Die Linie zwischen Schlüsselbein und Brustwarze ist durch zwei Erhebungen ('Beulen') gekennzeichnet. Die obere Erhebung entsteht durch das Brustimplantat, die untere durch die Brustdrüse.
Tritt die Waterfall deformity direkt nach der Brustvergrösserung auf, so kann man davon ausgehen, dass die Implantate bei relativ schlaffer Brust zu hoch sitzen.
Handelt es sich um die Waterfall deformity, die erst lange nach der Brustvergrösserung entstanden ist? Wenn ja, dann das Problem oft mit einer Bruststraffung zu beheben, ohne etwas an der Brustimplantat-Lage zu verändern.
Bei sofortigem Auftreten der Veränderung nach einer Brustvergrösserung kann sowohl ein Tiefersetzten der Brustimplantate als auch eine Bruststraffung nötig sein. Jedoch sind das Abschwellen der Brust und eine reizlose Narbe nach der Op abzuwarten. Dies kann 3-6 Monate und länger dauern.
Das Double Bubble Phänomen nach der Brustvergrösserung ist selten. Es könnte auf deutsch auch als Doppel Knubbel Phänomen übersetzt werden. Ich bevorzuge ich hier lieber die englische Version. Man sollte das Double Bubble Phänomen nicht mit der oben beschriebenen Waterfall deformity verwechseln, da die Korrektur-Op etwas anders durchgeführt werden muss.
Das Double Bubble Phänomen ist besonders gut in der Seitenansicht beurteilbar. Im Gegensatz zur Waterfall Deformität zeigen sich die beiden Vorwölbungen zwischen der Brustwarze und der Unterbrustfalte.
Am häufigsten entsteht die Veränderung, wenn bereits vor der Brustvergrösserung, eine kleine Brustanlage besteht, die im Durchmesser nicht zum Brustkorb passt, weil die Basis zu schmal ist. Setzt man nun ein Brustimplantat ein, welches einen größeren, aber passenden Durchmesser hat, muss die Unterbrustfalte deutlich niedriger gesetzt werden. Das Gewebe (Brustdrüse, Fett und Haut) muss sich nun dehnen, so dass die Einziehung, die durch die ehemalige Unterbrustfalte hervorgerufen wird, verschwindet. Bemerkt man dieses bereits während der Brustvergrösserung, so sollte der Operateur gleich handeln.
Dehnt sich die Haut in den Wochen bis Monaten nach einer Brustvergrösserung nicht in gewünschtem Maße, dann ist eine weitere Op nicht zu umgehen. Das Prinzip besteht darin, dass man das Gewebe, welches zu Widerstandsfähig ist, mit sogenannten Entlastungsschnitten von innen schwächt. Schätzt man das Gewebe schon bei der Brustvergrösserung als zu rigide ein, so sollten die Entlastungsschnitte sofort gesetzt werden.
Die Brustvergrösserung ist eine wichtige Therapieform bei der Schlauchbrust. Da sich Schlauchbrüste durch eine schmale Basis auszeichnen, ist nach der Op das Double Bubble Phänomen häufiger. Auch hier erfolgt die Korrektur-Op wie oben beschrieben. Allerdings werden die Entlastungsschnitte meist gleich bei der Brustvergrösserung gesetzt.
Unter Rippling nach der Brustvergrösserung versteht man eine sichtbare und tastbare Faltenbildung der Brustimplantate. Es war häufig zu finden bei der älteren Generation der Brustimplantate, welche mit Silikon gefüllt waren, dessen Beschaffenheit eher honigartig war, im Gegensatz zur heute üblichen Gelkonsistenz. Daher ist heute das Rippling nach der Brustvergrösserung mit der neuen Brustimplantat-Generation seltener zu beobachten. Die Veränderung ist bei sehr schlanken Pantientinnen und einer Implantation der Brustimplantate über dem Brustmuskel häufiger anzutreffen. Bei Implantatlage unter dem Brustmuskel, wird die Faltenbildung vom Muskel kaschiert.
Um das Rippling zu korrigieren müssen die oben beschriebenen Ursachen beseitigt werden.
Um jedes Implantat (nicht nur bei der Brustvergrößerung) bildet sich im Körper eine körpereigene Hülle die als Kapsel bezeichnet wird. Diese ist normalerweise sehr zart und nicht tastbar. Bei einer Kapselfibrose kommt es zu einer Verdickung dieser Kapsel durch ...
Lesen Sie unter Kapselfibrose weiter.
Direkt nach der Brustvergrösserung ist nicht selten eine Brust-Asymmetrie sichtbar. Das liegt in der Anfangsphase meist an der postoperativen Schwellung, die bereits in den ersten Tagen weniger wird. Da die Brustimplantate anfangs noch nicht fest gewachsen sind, ist eine gewisse Mobilität feststellbar. Somit kann auch die Implantatlage variieren. Daher sollen nach der Brustvergrösserung diese stabilisiert werden. Das kann geschehen durch einen BH, einen Stuttgarter Gurt, eine Leibbinde oder Verband mit elastischem Wickel oder eine Kombination aller Maßnahmen. Gerade in den ersten 2 Wochen nach der Brustvergrösserung sind die Implantate noch nicht komplett festgewachsen und somit von der Lage her noch korrigierbar.
Besteht die Asymmetrie aber auch noch Monate nach der Brustvergrösserung so kann, wenn nötig eine Korrektur nur noch operativ vorgenommen werden.
Ja, eine Taubheit oder eine Verschlechterung des Hautgefühls, die bestehen bleibt ist nach der Brustvergrösserung möglich, aber selten. Sie kann die Brustwarze oder einen anderen Teil der Brust betreffen. Die Ursache kann z.B. bei dem Achselzugang die Durchtrennung von feinen Hautnerven sein. Eine Rarität kann man während der Brustvergrösserung auch mal in Form eines untypischen verlaufenden Nerven sehen, welcher aus der Mitte des geplanten Implantatlagers zur Brustwarze empor steigt. Um das Brustimplantat einlegen zu können muss er leider :-( durchtrennt werden.
Allerdings ist eine Verminderung des Hautgefühls direkt nach der Brustvergrösserung nicht selten. Der Grund daführ ist die Kompression der Nerven durch Schwellung, Druck des Verbandes und letzten Endes auch der Druck durch die Brustimplantate. Diese Gefühlsmißempfindung bessert sich innerhalb von 2-8 Wochen (manchmal auch noch später).
Es handelt sich um eine seltene Erkrankung, die nach der Brust Op auftreten kann und zu der Sie unter Morbus Mondor näheres erfahren können.
Aktualisiert am 15.05.2011
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Dr. Rene Schumann; Plastischer Chirurg im Raum Düsseldorf, Köln, Essen in NRW
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