
Für Infos zur Faltenbehandlung mit Fillern lesen Sie den Beitrag Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure.
Bild: Es sind die klassischen Botox ®-Injektionspunkte am Gesicht abgebildet. In Abhängigkeit von der Mimik und den Falten können die Injektionspunkte stark abweichen.
Der in Bezug auf die Faltenunterspritzung geläufige Herstellername Botox ® wird von Laien als Synonym verwendet für das Nervengift Botulinumtoxin A, welches Muskeln zu lähmen in der Lage ist. Für die Faltenbehandlung von mimischen Falten ist dieses Mittel daher hervorragend geeignet. Ziel ist es nur bestimmte Gesichtsmuskeln zu deaktivieren, um die Mimik nicht unnatürlich wirken zu lassen.
Vor einer Behandlung mit der Antifalten-Spritze sollte Ihr Arzt Sie ausführlich zum Thema Botox ® aufklären. Blutverdünnende Medikamente sollten, wenn keine Gründe dagegen sprechen abgesetzt werden, sonst können Blutergüsse entstehen. Vor der Behandlung muss im Bereich der Injektion-Stellen desinfiziert werden.
Verwandte Begriffe: Botoxbehandlung, Faltenunterspritzung, Faltenbehandlung, Antifalten-Spritze.
Die für die jeweilige Region nötige Botox ®-Dosis zur Faltenunterspritzng, ist von Person zu Person sehr verschieden. Ein großer kräftiger Mann, mit stark ausgebildeter mimischer Muskulatur, benötigt oft eine 3-fache Dosis an Botox ®. Aber auch innerhalb einer Gewichtklasse ist die Varianz nicht zu vernachlässigen. Daher sollte, wenn die Behandlung zum ersten Mal erfolgt, zunächst mit einer niedrigen oder normalen Dosis begonnen werden. Nach Ablauf zweier Wochen macht eine Kontrolle nach der Erst-Behandlung sicherlich Sinn. Bei Bedarf kann dann eine kleine Botox ®-Dosis nachinjiziert werden.
Im Anschluss an die Botox ®-Behandlung kann durch Kühlen eine schnelle Reduktion der meist minimalen Schwellung und Rötung erreicht werden. Die bearbeiteten Regionen sollten direkt nach der Behandlung nicht massiert werden, sonst kann das Nervengift in Bereiche gelangen, die nicht gelähmt werden sollen.
Botox ® verteilt sich mit einem ungefähren Durchmesser von 1cm um die Einstichstelle herum. Daher sind bei der Faltenunterspritzung Injektionsabstände von unter 1cm nicht sinnvoll. Aus selbigem Grund ist das tiefe, recht schmerzhafte Einstechen bis in die Muskulatur oder bis auf die Knochenhaut = Periost nicht mehr üblich. Blutergüsse sind somit seltener anzutreffen.
Nach der Faltenbehandlung mit Botox ® sind erste Effekte nach ca. 1-3 Tagen sichtbar. Das Maximum der Wirkung ist in der Regel nach 2 Wochen erreicht. Der Effekt hält über 4-7 Monate an. Bereits nach ungefähr 3 Monaten kann aber ein Beginn der Aktivität der Gesichtsmuskulatur verzeichnet werden. Meist wirft sich die Haut zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht in Falten, so dass sich ein sofortiges Nachspritzen nicht erforderlich ist.
Möglichkeiten der Faltenbehandlung mit Botox ®Botox ® ermöglicht die Faltenbehandlung einer ganzen Reihe von Gesichts-Falten. Oberstes Ziel ist aber die Erhaltung einer natürlichen Mimik:
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Durch die Schwächung des Augenringmuskels unter der Augenbraue verändert sich die Muskelbalance. Die Stirnmuskulatur gewinnt relativ an Kraft und zieht die Augenbraue nach oben. Das Auge wirkt dadurch offener, weshalb der Injektionspunkt 'Eye opener' genannt wird. Jedoch ist der Effekt nur diskret sichtbar und kann bei sehr tiefliegenden Augenbrauen ein operatives Augenbrauenlifting nicht ersetzen.
Mit Hilfe von Botox ® lassen sich auch die Waden verkleinern, indem der Wadenmuskel (M. Gastrocnemius) blockiert wird. Bei einer regelmäßigen Anwendung führt die Behandlung zu einer Schrumpfung des Muskels und somit des Wadenumfanges. Erfolgversprechend ist diese Behandlung allerdings nur bei der muskulären Wadenverdickung. Bei der durch Fettgewebe verursachten stämmigen Wade ist die Fettabsaugung die Methode der Wahl.
Bei der Faltenunterspritzung mit Botox ® können auch Areale gelähmt werden, die wichtig sind für eine natürlich wirkende Mimik. Hält man sich fern von diese Arealen, so werden herabhängende Mundwinkel, asymmetrische Mimik, u.a. verhindert. Wenn es aber trotz allem zu solchen nicht erwünschten Veränderungen gekommen ist, dann halten diese leider so lange an, wie die Wirkung des Botox ®: Minimum 2-3 Monate.
Die genannten Veränderungen können auch auftreten, wenn die Behandlung im Bereich von Narben erfolgt und sich das Botox ® daher anders verteilt, als im gesunden Gewebe. Weiterhin können ab und zu kleine Blutergüsse an den Einstichstellen auftreten. Infektionen an den Injektionsstellen sind ausgesprochen rar.
Die Botox ®-Wirkung auf die mimische Muskulatur ist mittlerweile gut bekannt. Es werden nur noch bestimmte Muskelgruppen blockiert, die nicht das gefürchtete Maskengesicht zur Folge haben, welches in der Anfangsphase der Botox ®-Ära oft zu sehen war.
Bei einigen neurologischen Erkrankungen (Schiefhals, Spasmen,...) wird Botox ® in gigantischen Mengen injiziert. Bei einer derartigen Anwendung wurde tatsächlich beobachtet, dass vom Organismus Antikörper gegen Botulinumtoxin A gebildet werden können - und zwar bei bis zu 4% der Fälle. Bei der Faltenbehandlung wird allerdings eine deutlich geringere Menge injiziert. Trotzdem gibt es hin und wieder die Beobachtung einer reduzierten Wirksamkeit. Allerdings sind auch Fälle bekannt bei denen nach wiederholten Botox ®-Behandlungen weniger Einheiten des Botulinumtoxin A nötig sind, um den gewohnten Effekt zu erreichen.
Die Botox ®-Faltenuntespritzung in geübter Hand stellt eine sichere und kaum invasive Möglichkeit der Gesichtsverjüngung dar. Bei Fehleinschätzungen kann die Antifalten-Spritze aber unschöne und lästige Veränderungen der Mimik zur Folge haben, die aber reversibel sind.
Lesen Sie auch die Beiträge zum Botulinumtoxin A, zu Falten, Hyaluronsäure und zur Schweißdrüsenentfernung.
Aktualisiert am 10.07.2011
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