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Bauchstraffung | Bauchdeckenstraffung | Bauch straffen

Bauchstraffung Abdominoplastik

 

 

Formen der Bauchdeckenstraffung

 

Die Bauchstraffung bzw. Bauchdeckenstraffung wird auch Bauchplastik, Bauchdeckenplastik oder medizinisch Abdominoplastik genannt. Folgende Formen lassen sich unterscheiden:

  • klassische Bauchstraffung = Abdominoplastik mit Mobilisation bis zum Rippenbogen und Bauchnabelversetzung
  • Mini-Bauchstraffung = Mini-Abdominoplastik Mobilisation nur bis knapp über dem Bauchnabel ohne Versetzung desselben
  • T-Schnitt = große Bauchdeckenstraffung mit zusätzlich senkrechter Schnittführung. Bei massivem Hautüberschuss kann auf diesen Schnitt nicht verzichtet werden.
  • Obere Bauchstraffung mit Schnitt im Bereich der Unterbrustfalte. Diese Operation wird wegen der gehäuften problematischen Narbenbildung kaum eingesetzt.

Verwandte Begriffe: Bauchdeckenplastik, Bauchhautstraffung, Miniabdominoplastik, Fettschürzenplastik, Fettschürze, Fettschürzenentfernung.

Kombinierte Operation

  • Die Zirkuläre Schnittführung wird angewendet, wenn auch im Bereich des unteren Rückens ein Hautüberschuss vorhanden ist oder wenn zusätzlich eine Gesäßstraffung durchgeführt werden muss.
  • Oft bietet sich Kombination der Bauchdeckenstraffung mit dem Fettabsaugen an. Gerne werden die Hüftpolster dem Bauch angepasst oder das Bauchfett etwas ausgedünnt.
  • Bei Gewichtsverlusten ist bei Frauen meist auch die Brust erschlafft, so dass die Bauchstraffung hier mit einer Straffung der Brust simultan erfolgen kann.

Indikation zur Bauchstraffung

 

Die Hauptgründe für eine Bauchstraffung bzw. Bauchdeckenstraffung sind Zustände nach Schwangerschaften (oft Mehrlingsschwangerschaften) und massiven Gewichtsverlusten nach starkem Übergewicht (Adipositas = Fettsucht, Extremform = Adipositas permagna).

Zum Einen kann die Bauchhaut massiv gedehnt sein. Zum Anderen ist oft auch die Bauchdecke, die aus der Bauchmuskulatur und festen Faserschichten besteht erweitert. Letzteres kann auch bei schlanken Frauen zum sog. Kugelbäuchlein führen. Eine bloße Bauchstraffung im Hautniveau währe hier nicht ausreichend. Wichtig ist auch eine innere Straffung an der Bauchdecke.

Ein starkes Auseinanderweichen der Bauchmuskulatur in der Mittellinie, welches Rektusdiastase genannt wird, kann mit einer Bauchstraffung auf der Muskelebene (siehe unten: inneres Korsette) korrigiert werden.

Auch bei exzessiven Gewichtsabnahmen, die prinzipiell ähnliche Veränderungen zur Folge haben, ist oftmals die Indikation zur Bauchstraffung gegeben, wobei ein teils enormer Haut-Fett-Überschuß (Fettschürze) im Vordergrund steht.

Ablauf

 

Vor einer Bauchstraffung sollte das Rauchen bereits für 2 Wochen eingestellt werden, um das Risiko für Wundheilungsstörungen zu minimieren. Nach Abschluss der Wundheilung ist die Gefahr nicht mehr vorhanden. Für die Operation muss man ca. 2 Stunden kalkulieren. Sie wird in Vollnarkose durchgeführt. Die Schnittführung ist abhängig von der Menge des zu reduzierenden Gewebes. Je nach Ausdehnung der Bauchstraffung ist ein stationärer Aufenthalt von 1-2 Tagen empfehlenswert – bei starkem Gewebeüberschuss auch länger.

Die Operation: Bauchstraffung

Das Grundprinzip der Bauchdeckenstraffung besteht darin den Überschuss an Haut und Fettgewebe zu entfernen. Dieses gelingt über einen Schnitt, der über dem Schamhügel und dann seitlich nach oben in Richtung Schambeinschaufeln verläuft. Die Linie kann der Bademode oder der Unterwäsche angepasst werden. Um möglich viel Haut zu mobilisieren muss das Fettgewebe von der Bauchwand gelöst werden - und zwar bis zum Unterrand des Brustbeines. Nur so hat die Bauchstraffung auch einen Effekt im Bereich des Oberbauches.

Der Bauchnabel wird ausgeschnitten und an seinem neuen Platz eingenäht. Man versucht natürlich möglichst wenig Narben zu produzieren und verzichtet, wenn möglich auf die senkrechte Narbe, die in der Mittellinie vom Schamhügel zum Bauchnabel zieht.

Es gibt jedoch Befunde, die eine Bauchstraffung mit einer zusätzlich in der Mittellinie verlaufenden Narbe notwendig machen:

  • Kleine Bauchstraffung: Manchmal kann nicht genug Haut entfernt werden um den ehemaligen Nabel-Bereich in der queren Narbe zu verstecken. Der Defekt wird dann mit einer kleinen senkrechten Naht verschlossen.
  • Große Bauchstraffung: Der Hautüberschuss ist so groß, dass auch in vertikaler Richtung Haut entfernt werden muss. Es resultiert eine senkrechte Narbe in der Mittellinie. Das Schnittmuster ähnelt einer Lilie. Daher wird diese Technik 'Fleur de Lis' genannt.

Bei stärkeren Fettdepotresten ist zugunsten der Gewebeschonung die Fettschürzenentfernung (siehe unten) einer klassischen Bauchstraffung vorzuziehen.

schlaffe Haut am Bauch nach Schwangerschaft

Bild oben: schlaffer Bauch nach Schwangerschaft.

Die 4 folgenden Bilder zeigen aufgehellt den Bereich, der bei der Bauchstraffung entfernt wird. Weiß ist der Verlauf der entstehenden Narben dargestellt:

1, Minibauchstraffung (auch Mini-Abdominoplastik)

2, Klassische Bauchdeckenstraffung

 

Mini-Bauchstraffung medizinisch Mini-Abdominoplastikklassische Schnittführung der Bauchstraffung

3, Kleine 'Fleur de Lis'-Bauchdeckenstraffung

4, Große 'Fleur de Lis'-Bauchstraffung

Erweiterte Bauchdeckenstraffung bzw. Abdominoplastikausgedehnte Bauchdeckenplastik Fleur de Lis

Abdominoplastik und 'inneres Korsette'

 

Wird eine Bauchstraffung durchgeführt, dann muss berücksichtigt werden, dass die Gewebeüberdehnung oft auch die Bauchwand, bzw. die Bauchmuskeln betrifft. Weichen die beiden geraden Bauchmuskel auseinander, ist neben der Bauchhauterschlaffung eine sogenannte Rektusdiastase vorhanden. Begegnen kann man derartigen Veränderungen indem die Bauchstraffung zusätzlich durch ein sog. 'inneres Korsette' erfolgt. Mit Hilfe einer bestimmten Nahttechnik, welche nicht den Muskel fasst, sondern dessen feste Hülle, ist hier die innere Straffung möglich. Mit dieser Nahttechnik erreicht man eine Straffung sowohl in horizontaler, als auch in vertikaler Richtung.

Der Bauchnabel wird versetzt; Bauchnabelformung

 

Im Rahmen der klassischen Bauchstraffung / Bauchdeckenstraffung wird der Bauchnabel versetzt. Beschriebene Techniken zur Neueinpflanzung des Nabels gibt es wie Sand am Meer. Ziel aller Techniken ist es den neuen Nabel möglichst natürlich aussehen zu lassen. Dem werden aber nur wenige Methoden gerecht.

Die geschickte Formung des Bauchnabels ist ein wichtiger Teil der Bauchstraffung, da der Nabel nicht im Bikini oder in der Badehose versteckt werden kann. Daher sollte ein natürlich wirkender Trichter geformt werden und die Narbe schließlich weitgehend unsichtbar in diesem Trichter zum liegen kommen.

'Champagnerrinne'

Als  'Champagnerrinne' bezeichnet man umgangssprachlich eine Vertiefung zwischen den geraden Bauchmuskeln. Sie wird von einigen Menschen als besonders attraktiv empfunden. Auf Patientenwunsch ist es möglich, diese im Rahmen einer Bauchstraffung zu formen.

Kombinierte Fettabsaugung und Bauchstraffung

 

bauchdeckenstraffung-bauchplastikDie Bauchstraffung / Bauchdeckenstraffung kann auch sinnvoll mit einer Fettabsaugung kombiniert werden. In manchen Fällen besteht zwar eine Erschlaffung der Bauchhaut, aber es ist zusätzlich ein deutlicher Fettgewebsüberschuß vorhanden. In solchen Situationen kann zunächst eine Fettabsaugung durchgeführt werden und anschließend die Bauchstraffung. Einige Plastische Chirurgen führen beide Eingriffe direkt nacheinander durch um eine erneute Narkose zu vermeiden und ihren Patienten nicht zwei postoperative Phasen zuzumuten. Andere argumentieren, das Risiko von Wundheilungsstörungen sei durch das malträtieren des Fettgewebes bei der Fettabsaugung höher und bevorzugen ein zweizeitiges Vorgehen, um das Risiko für Komplikationen nach der Bauchstraffung nicht zu erhöhen.

Obere Bauchstraffung

 

Die obere Bauchstraffung ist eine selten angewendete Technik. Sie bietet sich an bei Patienten, die gleichzeitig zB. eine Brustverkleinerung oder Bruststraffung vornehmen lassen wollen. Die Schnittlinie in der Unterbrustfalte bei dem Brusteingriff wird gleichzeitig als Schnittlinie für die Bauchstraffung genutzt. Es wird die Haut des Oberbauches, mit dem darunter liegenden Fettgewebe, nach oben gezogen und der Überschuss in Höhe der Unterbrustfalte entfernt. Der Nachteil besteht allerdings darin, dass die beiden Unterbrustfaltenschnitte in der Mitte vereinigt werden müssen, um auch hier genügend Gewebe entfernen zu können. Genau hier im Bereich des Brustbeines kommt es aber häufiger auch bei feiner Nahttechnik, zu unschönen wulstigen, hypertrophen Narben.

Liegt der Gewebeüberschuss nicht nur im Bereich des Oberbauches, kann diese Technik mit einer kleinen Unterbauchstraffung kombiniert werden. Der Nabel muss in diesen Fällen nicht versetzt werden.

Insgesamt wird diese Art der Bauchstraffung nur in äußerst seltenen Fällen angewendet.

Fettschürzenentfernung, Fettschürzenplastik

 

Eine besondere Form der Bauchstraffung ist die Fettschürzenentfernung. Die Patienten, bei denen dieser Eingriff durchgeführt wird sind in den meisten Fällen noch übergewichtig.

Die komplette klassische Bauchstraffung empfiehlt sich in diesem Fall nicht, da durch die Fettgewebsmassen, welche tendenziell schlechter durchblutet sind, Komplikationen wie: Wundheilungsstörungen, Infektionen, Fettgewebsnekrosen (absterben von Fettgewebe), Blutergüsse u.a., wesentlich häufiger auftreten. Die Bauchstraffung wird auf das nötige Mindestmaß reduziert um die entstehende Wundfläche so gering wie möglich zu halten. Über den oben beschriebenen horizontalen Schnitt erfolgt die Fettschürzenentfernung. Die Wunde wird dann in mehreren Schichten vernäht.

Der Nabel wird nicht versetzt und die Präparation auf der Bauchdecke erfolgt nur bis zum Nabel und nicht, wie bei der Bauchstraffung bis zum Brustbein. Somit ist die Wundfläche ist deutlich kleiner. Dadurch lässt sich eine verbesserte Durchblutung der Wundränder erreichen und das Risiko einer Wundheilungsstörung minimieren.

Kostenübernahme für eine Bauchdeckenstraffung???

 

Eine Kostenübernahme gewähren die Krankenkassen für eine Bauchdeckenstraffung immer seltener. Eine Chance besteht jedoch bei Extremfällen mit Krankheitswert, ähnlich wie bei der Brustverkleinerung. Weitere Infos im Beitrag Kostenübernahme für eine Bauchstraffung.

 

Nachbehandlung der Bauchstraffung

  • Drainagen
    Die Drainagen werden nach der Bauchstraffung, je nach Fördermenge, 2-5 Tage belassen.
  • Verhalten
    Besonders in den ersten 3 Wochen ist darauf zu achten die Naht am Unterbauch nicht zu sehr zu strapazieren, damit diese sich nicht aufdehnt. Es sollte also in einer klappmesserartigen Haltung auf dem Rücken geschlafen werden, um somit die Spannung an der Nahtstelle zu reduzieren. Gehen und stehen sollte man nach der Bauchstraffung daher auch in einer leicht gebeugten Haltung. Die Stuhlregulation ist ebenso wichtig und kann bei einer Gefahr der Verstopfung (Obstipation) durch leichte Abführmittel unterstützt werden. Verstopfende und blähende Nahrungsmittel müssen gemieden werden. Bei stärkerem Pressen können sich die inneren Korsettenähte schneller wieder aufdehnen als gewünscht.
  • Kompression
    Gerade in den ersten 24 Stunden nach der Bauchstraffung ist es wichtig sich ruhig zu verhalten, damit nicht ein kleines Gefäß, das verödet oder unterbunden wurde, wieder aufspringt. Durch eine Kompressionsbandage für eine Nacht kann man die Wahrscheinlichkeit für eine Blutung zusätzlich reduzieren. In den ersten Tagen bzw. Wochen sind Schwellungen und leichte Blutergüsse (auch seitenungleich) der Haut normal. Ein Kompressionsmieder sollte bis einschließlich 6 Wochen nach der Bauchstraffung getragen werden.
  • Fäden
    Selbstauflösende Fäden müssen nicht gezogen werden. Nicht selbstauflösende Fäden werden nach frühestens 14 Tagen entfernt.
  • Duschen
    Wegen der Nähe der Schamzone verzichtet man meist auf wasserdichte Verbände. Kurz nach dem Ziehen der Drainagen (2-5 Tage) ist das Duschen erlaubt. Davor muss der Verband trocken bleiben.
  • Sport
    Nach der Operation sollten Sportarten, die zu Mitbewegungen am Bauch führen und/ oder anstrengend sind, 4-6 Wochen vermieden werden.

 

Komplikationen

Eine chirurgische Weisheit besagt, dass es nur 2 Sorten von Chirurgen gibt, die keine Komplikationen kennen:
Die Einen operieren nicht und die Anderen sind Lügner.

Ihr Plastischer Chirurg sollte Sie ausführlich über Komplikationen und deren Warnzeichen aufklären, um diese
rechtzeitig erkennen und suffizient behandeln zu können, damit Schlimmeres verhindert werden kann.

Im Folgenden werden die wichtigsten Komplikationen kurz beschrieben, welche bei der Bauchstraffung auftreten können:

  • Postoperative Schwellung
    Nach der Bauchstraffung ist eine gewisse postoperative Schwellung normal. Sie kann durch kleinere Blutergüsse oder Wundwasserergüsse stärker ausgeprägt sein. Auch gewisse Verhärtungen sind postoperativ normal. Diese Veränderungen verbessern sich schon in den ersten postoperativen Wochen zusehends. In dieser Phase wird Kompressionsware dringend empfohlen, die 6 Wochen lang getragen werden soll. Allerdings können auch danach noch leichte bis mäßige Schwellungen sichtbar sein. Gelegentlich kann man auch eine Schwellung direkt über der Narbe sehen, die sich durch einen Lymphstau erklären lässt. Diese Lymphschwellung wird auch nach Kaiserschnitt beobachtet und bildet sich zurück (manchmal erst nach Monaten).
  • Blutergüsse
    Bei der Operation entstehen größere Wundflächen. Daher ist es besonders wichtig eine akkurate Blutstillung durchzuführen. Mit anschließender Kompression und der Einlage von Drainagen sind größere Blutergüsse bei Patienten ohne Gerinnungsstörungen eher selten. Kleinere Hämatome kann der Körper selbst abbauen, größere bedürfen ggf. einer operativen Entfernung.
  • Blutungen
    Diese lassen sich in der Regel durch sorgfältige Blutstillung und abschließende Kompression vermeiden. Es gelten die unter Blutergüsse beschriebenen Dinge.
  • Narbenbildungsstörungen nach der Bauchstraffung
    Sogenannte hypertrophe Narben (oder im schlimmeren Falle Keloide) können bei Menschen mit entsprechender Störung gelegentlich auftreten.
  • Verletzung benachbarter Strukturen (sehr selten)
    Wenn Bauchwand- oder Nabelbrüche vorhanden sind kann Darm verletzt werden.
  • Infektionen
    Das Risiko für Infektionen sollte durch hochsteriles Arbeiten und ggf. einer Antibiotikaprophylaxe reduziert werden.
  • Dog-Ears, Hundeöhrchen
    An den beiden Enden der horizontalen Schnittflächen entsteht ein Hautüberschuss. Je extremer der Befund ist, desto ausgedehnter wird die Bauchstraffung ausfallen und umso stärker ist schließlich der Hautüberschuss. Da dieser kleinen Hundeöhrchen ähnelt, werden sie Dog-Ears genannt. Das Wegschneiden derselben geschieht im Rahmen der Bauchplastik zunächst nur unter Zurückhaltung, um eine übermäßige Ausweitung der Narben zu verhindern. Durch bestimmte Nahttechniken kann man sie reduzieren. Man setzt darauf, dass sie innerhalb von 3-6 Monaten schrumpfen und am Ende nicht mehr sichtbar sind. Kommt der gewünschte Schrumpfungseffekt nicht ausreichend zum tragen, dann kann man eine kleine Korrektur in örtlicher Betäubung vornehmen. An Narbenlänge hat man bei diesem Vorgehen in der Regel einiges gespart.
  • Hautgefühl im Bereich der Narbe
    Über eine Verschlechterung des Gefühlsempfindens oder eine Taubheit der mittleren Narbenzone sollte vor einer Bauchstraffung aufgeklärt werden. Komplette Gefühllosigkeit ist eher selten. Aber oberhalb des mittleren Narbenabschittes kann auch eine permanente Taubheit bestehen bleiben. Diese ist oftmals bereits bei Z. n. Kaiserschnitt vorhanden.
  • Kummerecke
    Die sogenannte Kummerecke ist bei der Bauchstraffung über dem Schamhügelschnitt lokalisiert. Hier besteht die größte Spannung und daher ein höheres Risiko für eine Wundheilungsstörung. Eine kleinere Wundheilungsstörung bedeutet ein leichtes Klaffen der Wundränder in diesem Bereich. Mit antiseptischen Verbänden kann man diesem Problemchen schnell Herr werden. Zu größeren Wundheilungsstörungen kommt es seltener. Meist sind dann Raucher oder Diabetiker betroffen.
  • Aufreißen der Wunde / Naht
    Bei zu viel Spannung und zu viel Bewegung des Rumpfes kann die Naht überstrapaziert werden und reißen. Daher sollte man sich insbesondere in der ersten Woche nach der Bauchstraffung schonen und in leicht gekrümmter Position verharren.
  • Absterben von Gewebe
    Insbesondere bei starken Rauchern ist es möglich das im Bereich der größten Spannung (Mitte der Naht) wegen der Nikotinwirkung die Durchblutung der Haut nicht mehr gewährleistet ist. Hier können anteile der Haut Absterben. Je nach Größe des Defektes bedeutet dieses die Notwendigkeit über einen längeren Zeitraum antiseptische Verbände anzulegen oder sogar eine weitere Korrektur-Operation. Daher ist es wichtig vor und nach der Bauchstraffung auf Zigaretten zu verzichten.
  • Wundwasserergüsse = Serome
    Bei der Bauchstraffung entstehen relativ große Wundflächen. Diese können je nach individueller Neigung Wundwasser produzieren. Meist kommt es nicht zu nennenswerten Veränderungen. Manchmal entstehen kleinere und mittelgroße Serome, die sich mit der Zeit selbst auflösen. Die größeren Wundwasserergüsse müssen manchmal mit einer Kanüle punktiert werden.
  • Kosmetisch unbefriedigendes Ergebnis
    Im Rahmen eines effektiven Beratungsgespräches sollten die Erwartungen des Patienten und das mögliche operative Ergebnis in Einklang gebracht werden, um Enttäuschungen zu vermeiden. Bei Asymmetrien, suboptimaler Narbenheilung, u.a. kann durch eine Korrekturoperation Abhilfe geschaffen werden.
  • Thrombose und Embolie nach der Bauchdeckenstraffung
    Eine Thrombose-Prophylaxe mit Heparin und Stützstrümpfen ist anzuraten.
  • Auf das Risiko der Narkose / Betäubung wird hier nicht eingegangen.

 

Weitere Themen

  • Fettabsaugung
    Nicht selten wird die Bauchdeckenstraffung mit einer Fettabsaugung kombiniert. Am häufigsten werden dabei die Hüften reduziert um die Taillenbildung zu verstärken.

 

Aktualisiert am 21.08.2011

Quellen zum Thema Bauchplastik bzw. Bauchdeckenstraffung

 

  • Plastic Surgery - Grabb & Smith - Lippinkott Williams & Wilkins - Philadelphia USA – 2007
  • Ästhetische Chirurgie – Lemperle, von Heimburg – Ecomed – 2008 – (Ringbandwerk)
  • Plastische Chirurgie – Krupp - Ecomed – 2008 - (Ringbandwerk)
  • Plastische Chirurgie – Berger, Hierner - Springer – Band 3: Mamma, Stamm - Berlin 2006

 

 

 

Weitere Infos zu einigen Op's im Raum Düsseldorf / Köln

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Dr. Rene Schumann; Plastischer Chirurg im Raum Düsseldorf, Köln, Essen in NRW

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