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Das Os naviculare heißt zu Deutsch Kahnbein oder Schiffbein

Os naviculare Kahnbein

 

Das Kahnbein (= Schiffbein, Os naviculare, Os scaphoideum) gehört zu den 8 Handwurzelknochen und verdankt den Namen seinem kahnförmigen aussehen im Röntgenbild (p.a.). Es liegt daumenwärts (radial) in der körpernahen Reihe der Handwurzelknochen zwischen Speiche, Trapezium, Trapezoideum, Kopfbein und Mondbein. Wichtig ist seine Verbindung zum Mondbein über ein Band (scapholunäres Band), welches bei Verletzungen reißen kann mit der Folge einer Instabilität. Die Kahnbein-Durchblutung erfolgt speichenwärts und streckseitig von Ästen der Speichen Arterie (Arteria radialis).

Der M. flexor pollicis brevis (kurzer Daumenbeuger) setzt zum Teil am Os scaphoideum an.

Legende zum Bild:

  1. Kahnbeinhöcker
  2. Gelenkfläche (GF) zur Speiche
  3. GF zum großen Vieleckbein (Os trapezium)
  4. GF zum kleinen Vieleckbein
  5. GF zum Mondbein (Os lunatum)
  6. Gelenkfläche zum Kopfbein

Kahnbein - Erkrankungen

  • Der Kahnbein-Bruch (= Kahnbeinfraktur) ist der häufigste Bruch der Handwurzelknochen. Bei konservativer Behandlung muss man mit einer Gipsruhigstellung von bis zu 3 Monaten rechnen. Daher wird heute oft auch bei nicht verschobenen Brüche einer Schraubenfixierung durchgeführt um die Nachbehandlungszeit zu verkürzen.
  • Eine Kahnbein-Pseudarthrose bedeutet die Ausbildung eines sog. Falschgelenkes nach einem nicht verheilten Schiffbein-Bruch. Die Bruchstücke sind nicht verheilt und gegeneinander beweglich. Diese Erkrankung fällt bei Kontrollröntgenaufnahmen auf und / oder durch Schmerzen.
  • Kahnbeinzysten, wie das Enchondrom. können bei Größenzunahme durch Ausdünnung des Knochens zum Bruch führen und sollten daher rechtzeitig behandelt werden.
  • Die Kahnbeinnekrose, auch Morbus Preiser genannt, bedeutet ein Absterben des Kahnbeins durch eine Reduktion dessen Durchblutung.
  • Auch Arthrosen zwischen Speiche und Kahnbein, Mondbein sind häufig.

 

 

Aktualisiert am 04.06.2011

Literatur Anatomie: Kahnbein - Schiffbein

  • Atlas der Anatomie des Menschen – Sobotta – Urban und Fischer – 2 Bände – München, Jena 2000
  • Operationsatlas Handchirurgie – Pechlaner – Thieme – Stuttgart 1998
  • Anatomie des Menschen - Lehrbuch und Atlas - Rauber / Kopsch - Thieme - 4 Bände - 1987
  • Anatomy of the Human Body - Henry Gray - Lea & Febiger
  • Green's operative Handsurgery: Elsevier 5. Edition

 

 

 


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Das Lexikon der Plastischen und Handchirurgie wird Ihnen kurze Erklärungen und kleinere Beiträge liefern zu Themen, die auf dieser Homepage vorgestellt werden.

Die Darstellung der Anatomie der Hand soll Ihnen das Verständis anhand von Wort und Bild erleichtern.

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Dr. Rene Schumann; Plastischer Chirurg im Raum Düsseldorf, Köln, Essen in NRW

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